Rezension: Constance Verity / A. Lee Martinez

„Sie wollen mir also sagen, Sie hätten gerade die Welt gerettet. Schon wieder.“
„Um genau zu sein habe ich uns vor der Welt gerettet.“

Verlag: Piper
Erscheinungsdatum: 02.06.2017
Seitenzahl: 416

Constance »Connie« Verity rettet die Welt schon seit ihrem siebten Lebensjahr. Immer wieder. Doch nach 28 Jahren als intergalaktische Superheldin hat Connie echt keine Lust mehr auf den Job. Sie will endlich ein normales Leben – mit einem langweiligen Arbeitsplatz und einem netten Freund. Um das zu bekommen, gibt es dummerweise nur eine Möglichkeit: Connie muss die gute Fee töten, die ihr ihre besondere Gabe bei der Geburt verliehen hat. Das stellt sich natürlich als alles andere als einfach heraus, und nach und nach kommt Constance einer noch viel größeren Verschwörung auf die Spur, die anscheinend ihr ganzes bisheriges Leben beeinflusst hat. Der grandiose Auftakt zu einer wunderbar komischen Martinez-Trilogie!

Vorletztes Jahr habe ich A. Lee Martinez für mich entdeckt. Mit seinem humorvollen und kurzweiligen Schreibstil ist es einfach die perfekte Lektüre für Zwischendurch, auch wenn sie sicherlich nicht jedermanns Geschmack trifft – aber wo ist das schon so?
An dieser Stelle einen riesen Dank an den Piper Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Nachdem mich Miss Minotaurus, Zu viele Flüche und Monsterkontrolle schon sehr unterhalten konnten, war ich wirklich gespannt, was dem Autoren nun schon wieder für skurrile Ideen eingefallen sind!

An der Seite von Connie aka Constance Danger Verity stürzt man sich nun gleich in neue Abenteuer – eine Heldin, wie sie wohl im Buche steht, allerdings ist es genau das, was sie stört.
Mit unglaublich viel Witz und Humor erfährt man, was sie sich für Herausforderungen stellen muss, ob nun Cyborgs, Klonen oder auch gefährlichen Drachen in ihrem Kleiderschrank. Doch auch wenn sie viele Bewunderer hat, so ist die Liste ihrer Feinde mindestens genauso lang.
Völlig entnervt von dem ganzen Stress muss ein Plan her, um diesen endlosen Kreis zu entgehen.
Welche Idee wäre da besser, als sich seine beste Freundin zu schnappen, um sich dann auf den Weg zu machen und seine gute Fee zu töten?

„Sie glauben doch wohl nicht, dass das mein erstes Mal auf dem Opferaltar ist, oder? Ich wurde schon öfter dunklen Göttern und kosmischen Schrecknissen geopfert, als ich beim Zahnarzt war.
Und Dentalhygiene ist mir sehr wichtig.“

Martinez Geschichten bieten in meinen Augen nicht sonderlich viel Tiefe, doch sind sie darauf auch gar nicht ausgelegt.
Es geht hier lediglich um Unterhaltung und genau dabei kann ich mich nicht beschweren.
Die Charaktere sind einerseits total klischeebeladen und andererseits absolut skurril und einzigartig – und alle wachsen sie einem ans Herz.
Die Story ist mal wieder abgedreht ohne Ende – aber auf eine sehr verständliche Art und Weise.
Klingt komisch? Ist aber so.
Das erste Mal habe ich ein Buch mit zum Sport genommen und konnte auch wirklich, neben körperlicher Anstrengung, dem Verlauf der Geschichte folgen.
Der einfache und leichte Schreibstil machen genau das einfach möglich.

Doch hinter all der Leichtigkeit verstecken sich natürlich auch viele Metaphern. Der eigentliche Sinn des Lebens und wie wir unseren Weg in der Welt finden.
So kann man natürlich nicht immer jegliche Verantwortung anderen zuschieben, sondern muss irgendwann anfangen, den Verlauf selbst in die Hand zu nehmen.
Und so geht es nicht nur um altbekannte Fragen zum Sinn des Lebens, sondern auch um Freundschaften, Liebschaften und Familie.

„…Geschmiedet durch Magie, den Willen des Universums und – am wichtigsten – durch deine eigene Natur. Du wurdest geschaffen, und die Person, die dich geschaffen hat…bist du. Den Zauber zu brechen, wird daran nichts ändern.“
„Du willst mich doch nur nerven.“

Zwar gehört der Auftakt dieser Reihe nicht zu meinen Highlights, aber Connie und ihre Freunde haben es mir auf jeden Fall angetan.
Somit warte ich spannend auf die Fortsetzungen der Trilogie und lass mich gerne weiterhin überraschen und unterhalten!
Für alle, die gerade etwas Leichtes suchen, um dem Alltag zu entfliehen und zeitgleich auf ein Schmunzeln warten, um in all dem Unsinn das eigene Umfeld wiederzuerkennen – oder auch genau andersherum 😉

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AUCH REZENSIERT VON:   Ink of Books   The BiblioSanctum

 

 

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