Rezension

Rezension: London. Ein Uralte-Metropole Roman / Christoph Marzi

Und dann, schwerelos und beschwingt, als wäre ihr Mentor wieder bei ihr, schloss sie die Augen, und so verwehte das Leben an jenem Abend auch Emily Laing, dorthin, wo es weder Nachtland noch Tageslicht gab, an jenen Ort, wo Rätsel geboren und selten gelöst werden.

Verlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 12.09.2016
Seitenzahl: 704

Inhalt

Schwere Schneeflocken tanzen in der Dämmerung, als Emily Laing das erste Mal London nicht mehr findet. Doch wie kann das sein? Eine ganze Stadt verschwindet doch nicht einfach so. Mitsamt all ihren Schornsteinen, Bewohnern und Geheimnissen. Hat das vielleicht etwas mit den beiden seltsamen alten Damen zu tun, die Emily entführen? Oder hängt es mit dem Waisenmädchen zusammen, das plötzlich auf den Stufen einer U-Bahn-Rolltreppe auftaucht? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten, der Alchemist Wittgenstein, Maurice Micklewhite und die kluge Ratte Minna, in die Tiefen der Uralten Metropole hinabsteigen. Denn hier, in der magischen Stadt unter der Stadt, liegt die Antwort. Und die Gefahr …

Meinung

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!
Ich muss vorweg leider wirklich gestehen, dass ich nicht wusste, dass London der 5. Band der Lucidas-Reihe ist. Durch die neue Covergestaltung dachte ich, dass es sich lediglich um einen neuen Roman des bekannten Autors handelt.
Dann stellte mir sich natürlich die Frage, wie ich mein Problem am besten lösen könnte…ich habe mich einfach bei anderen Lesern umgehört, und scheinbar war ich nicht die einzige, die diesem Irrtum unterlegen war – mir wurde aber gesagt, dass man diese Geschichte auch für sich lesen könnte und trotzdem alles verstehen würde.

Somit also ENTWARNUNG: Es war mein erstes Buch von Christoph Marzi und ich habe trotzdem alles verstanden und konnte direkt in die Geschichte eintauchen. Sicher ist es schön, wenn man die anderen Bände kennt und man freut sich, altbekannte Charaktere wieder zu treffen. Allerdings war es auch so wirklich gut verständlich.

Der Schreibstil ist einfach wunderschön! So bleibt es auf jeden Fall nicht mein letztes Buch von dem Autor. Die Worte sind absolut verzaubernd und man schwebt so in der Geschichte dahin, wirklich schön.
Trotz der poetischen Phasen kommt der Spannungsbogen nicht zu kurz, nach und nach tun sich immer mehr Rätsel auf, doch die Lösungen lassen auf sich warten – das jedoch ohne, dass die Geschichte zu verworren wird.
Selbst an den kleinen Gruselfaktor wurde gedacht, denn bei der einen oder anderen Szene habe ich schon fast das Atmen vergessen!

Die Charaktere sind wunderbar sympathisch und vor allem authentisch und dennoch kann man sich nicht sicher sein, ob allen zu trauen ist.
So fühlt man sich wahrlich schnell, als wenn man selbst in die dunkle und geheimnisvolle Metropole gereist wäre, um dort die verwunderlichsten Abenteuer zu erleben.
Wirklich von der ersten bis zur letzten Seite eine wunderschöne und spannungsgeladene Geschichte, die zum Träumen einlädt!

4,5/5 Herzen
♥♥♥♥♥

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3 Comments

    1. Ohja, ich kann es nur empfehlen 😉
      Ich freue mich schon auf die Kurzgeschichte von ihm in „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ <3
      Liebste Grüße
      Jill <3

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