Rezension | Bayou Priestess von Samantha Blake

Rezension | Bayou Priestess von Samantha Blake

Titel: Bayou Priestess – Die Voodoo-Prinzessin von New Orleans | Autor*in: Samantha Blake | Verlag: Carlsen | Erscheinungsdatum: 13.08.2020 | Seitenzahl: 340 (Printausgabe) | Altersempfehlung: ab 16

**Die Magie der Liebe**
Die junge Voodoo-Priesterin Rosie lebt im Bayou, den unzugänglichen Sümpfen von New Orleans. Dort bereitet sie sich seit Jahren auf ihr Schicksal vor, eines Tages das magische Erbe ihrer Familie weiterzuführen. Als sich Rosies Wege mit denen des mysteriösen Morrison kreuzen, gerät ihr beschauliches Leben in Aufruhr. Denn der Jäger übernatürlicher Wesen ist schutzbedürftiger, als er selbst ahnt. Ein todbringendes Geschöpf treibt im Bayou sein Unwesen und zumindest Rosie weiß, dass Morrison ohne ihre Hilfe nicht weit kommen wird. Trotz seiner rauen Art kommt Rosie langsam hinter seine Mauern und spürt zwischen ihnen beiden die wahre Magie erwachen …

Entdecke die düster-geheimnisvolle Welt des Bayou

Eine starke Protagonistin, die mit ihrem Erbe ringt, ein außergewöhnlicher Mann mit einem dunklen Plan und eine dramatische Liebesgeschichte. All das vor der Kulisse der magischen Stadt New Orleans. Perfekte, raue Urban Fantasy.

Vielen Dank an Samantha Blake für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Schande über mein Haupt – diese vielversprechende Story war mittlerweile schon halb eingestaubt auf meinem SuB, nachdem mein Kindl den Geist aufgegeben hat – aber kommt ein neuer Reader, kommt eine neue Chance! (Danke, Pocketbook, haha.)

Willkommen im Bayou

Bereits beim Voodoo Thema werde ich schon hellhörig, eine Thematik, die mich wahnsinnig interessiert, von der ich bisher aber fast nichts gelesen habe. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sich Samantha Blake damit beschäftigt hat und dies auch mit Sensitive Reading & Co. – also beste Voraussetzungen.
Rosie ist eine junge Voodoo-Priesterin und lebt ziemlich abgeschirmt im Bayou. Das nicht nur, weil das ihr Gebiet ist, sondern weil in ihr auch eine Zerrissenheit herrscht und sie noch nicht so ganz ihre feste Zugehörigkeit gefunden hat. Als sich nach und nach eine Gefahr ausbreitet und auch in ihrem Territorium ihre Kreise zeiht, wird es doch ziemlich brenzlig – aber wie macht man das? Allein?

Tjaha, natürlich nicht. Hier kommt der Jäger Morrison ins Spiel, quasi der natürliche Feind, doch manchmal muss man sich eben gegen die größere Gefahr verbünden. Die Abneigung, die die beiden gerade am Anfang gegeneinander haben ist daher selbstverständlich, doch wo wäre die romantische Note, wenn sich die beiden nicht doch auch ein wenig zueinander hingezogen fühlen würden?
Doch zwischen all der Action, die die beiden hier erwartet, bleibt auch eigentlich gar nicht so viel Zeit für Annäherungsversuche. So beginnt ein wilder Ritt ins Unbekannte und gegen die Zeit. Dabei vernachlässigt die Autorin ihre Charaktere aber nie und sorgt für eine tolle Charaktergestaltung, wodurch nicht nur diese beiden ziemlich greifbar wirken, sondern sich auch ins Herz der Leser*innen schleichen.

Keine unnötigen Dramen

Machen wir uns nichts vor, die meisten Lovestorys kommen ohne wirklich Drama nicht aus und wer das liebt, dem gönne ich das von ganzem Herzen, wirklich. Mir persönlich ist das aber manchmal einfach zu viel und wirkt auch schon ausgelutscht, umso erfrischender, dass in Bayou Priestess nicht darauf zurückgegriffen wurde. Denn Abwechslung gibt es schon von der Handlung her genug – ein Wechsel zwischen den mythischen Wesen in New Orleans und auch das Setting wechselt immer mal wieder.
Samantha Blake hat einen tollen Schreibstil, wodurch man schnell in die Geschichte kommt und nicht nur eine unbekannte Welt kennenlernen kann, sondern auch noch ein bisschen Wissen über die unterschiedlichen Voodoo Arten gratis mit dazu bekommt – was mir persönlich besonders gefallen hat.

Ich muss zugeben, dass der Spannungsbogen für meinen Geschmack noch ein wenig straffer hätte sein können, wobei ich nicht einmal behaupten kann, dass hier zu wenig passiert wäre. Es ist glaube ich generell der eher ruhigere Stil der Erzählung und auch Rosies ruhiges Gemüt sorgt für ein wenig Entschleunigung. Einzelne Szenen sind dann doch wieder erschreckend brutal, ebenso geht es auch zum Ende hin mal ziemlich heiß einher, wodurch die Altersempfehlung nicht abwegig ist. (Ich glaube aber auch, dass 14-jähtoge Leser*innen den Inhalt so mitnehmen können.)
Wer also immer schon mal einen Ausflug in die düsteren Ecken des Sumpfes von New Orleans machen wollte, oder sich sehnlichst eine Voodoo-Geschichte gewünscht hat, der ist hier genau richtig aufgehoben und sollte sich die Chance auf keinen Fall entgehen lassen! Ich bin jetzt schon gespannt, was von der Autorin noch kommen wird und werde definitiv dran bleiben.

Ich ärgere mich sehr, dass es so lange gedauert hat, bis ich Bayou Priestess von Samantha Blake endlich beendet habe – denn die Geschichte hat es auf jeden Fall in sich. Ein Trip durch die dunklen und magischen Ecken von New Orleans durch so manche Gefahren, der einfach Spaß macht und viele tolle Aspekte zu bieten hat. Der flüssige Schreibstil der Autorin ist noch ein toller Bonus obendrauf – ich hoffe, dass es bald noch mehr von ihr zu lesen gibt!

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