Rezension | Layla von Colleen Hoover

Rezension | Layla von Colleen Hoover

Titel: Layla | Autor*in: Colleen Hoover | Übersetzer*in: Katarina Ganslandt | Verlag: dtv | Erscheinungsdatum: 20.10.2021 | Seitenzahl: 384

Wie weit bist du bereit, für die große Liebe zu gehen?

Auf der Hochzeit von Laylas Schwester lernen sie sich kennen und lieben: Leeds, der seinen Lebensunterhalt als Musiker verdient, und Layla. Es ist eine Amour fou – bis zu dem Tag, an dem Leeds eifersüchtige Exfreundin versucht, Layla zu erschießen. Danach ist Layla nicht mehr sie selbst. Um die Beziehung zu retten und Layla zu stabilisieren, mietet Leeds das Haus, in dem sie sich kennengelernt haben. Doch dort scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen …

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Colleen Hoover macht mich immer wieder neugierig und da mich einige ihrer Bücher auch schon tief bewegt haben, freue ich mich immer ungemein auf ihre Neuerscheinungen.

Ganz anders & übernatürlich

Obwohl die Liebesgeschichte von Layla und Leed doch eine ganz andere als sonst gewöhnlich ist, hatte ich dennoch das Gefühl, den Stil der Autorin hier wiederzufinden. Zwei Menschen, die sich gesucht und gefunden haben und einfach zueinander gehören – klingt doch wunderbar, oder? Leed hat eigentlich viele Möglichkeiten in seinem Leben, doch die richtige Motivation fehlt ihm, diese scheint er schlagartig in Layla zu finden: wild, direkt, voller Leidenschaft und Emotionen. Zusammen entdecken die beiden jeweils ganz neue Seiten an sich, haben aber zeitgleich auch das Gefühl, noch nie so sehr sie selbst zu sein. So könnte jetzt die romantische Geschichte weitergehen und sie leben glücklich bis an ihr Ende, aber dann wären wir wohl nicht in einem waschechten Hoover-Setting.

Leed ist Musiker und seine eifersüchtige Exfreundin kann an seiner Seite keine andere Frau sehen, wodurch sie Layla töten will. Diese wird angeschossen, überlebt es zwar, muss aber natürlich sehr mit der traumatischen Erfahrung kämpfen. Und da fängt es dann langsam an. Beziehungstechnisch führe ich unten gleich weiter aus, aber von der Handlung: Leed möchte Layla überraschen und fährt mit ihr an den Ort ihres ersten Treffens. Dort findet er nicht unbedingt das, was er sich erhofft hat, dafür geschehen aber einige mysteriöse Dinge, die in an sich zweifeln lassen… Und voila – Auftritt Geist. Jetzt gibt es viele Wege, die Autor*innen einschlagen können, tragisch romantisch, abgedreht, gruselig und schaurig – Colleen Hoover erschafft hingegen etwas komplett anderes, leider. Geschmäcker sind unterschiedlich und auch hier werden viele Leser*innen absolut begeistert sein, nur ich leider nicht. Keine Spannung, keine intensiven Emotionen – einfach nur…naja, lahm.

Einfach dusselig

Mir fällt gar keine gute und vernünftige Bezeichnung für mein Empfinden zu dieser Geschichte ein. Aber „…ist das dusselig“, war tatsächlich das erste, was ich nach dem Beenden gedacht habe. Es tut mir wirklich wahnsinnig leid und für jede Person, die in dieser Geschichte ihr Herzensbuch gefunden hat, freue ich mich unendlich doll, ebenso möchte ich auch niemanden abschrecken. Nur für mich persönlich war es einfach überhaupt nichts. Es fing schon damit an, dass Leed Layla in meinen Augen relativ schnell nur noch als Last gesehen hat, oder zumindest in großen Teilen. Irgendwie war ihm alles zu nervig, zu langweilig, zu langsam – die Spannung hat ihm gefehlt, wollte er doch die wilde Leidenschaft wieder haben. Nach dem, was die beiden durchgemacht haben, war das für mich einfach unverzeihlich und alles andere als entschuldbar. Die Autorin ist hier keinesfalls kaltherzig und hat sich schon etwas dabei gedacht, was auch den Leser*innen zum Ende hin offenbart wird, aber mir hat das nicht gereicht.

So konnte mich also im Gesamtpaket weder die Lovestory überzeugen, die ja gerade in den CoHo Büchern DAS Ding schlechthin ist, noch die paranormalen Aspekte, weil die überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen haben. Die Geschichte hat dann auch nur ewig lange auf einem Fleck rumgedümpelt und sich nicht wirklich weiterentwickelt. Man wechselt zwar zwischen den Perspektiven von Leed Layla gemeinsam und einer „Befragung“ – sodass man das Gefühl bekommt, das große Geheimnis entdecken zu müssen. Mir hingegen war es irgendwann egal, weil mich die Story so wenig überzeugen konnte, dass auch kein Ausgang das noch wettmachen konnte. Wie immer: lasst euch von mir nicht abschrecken, vielleicht geht euch die Story direkt ins Herz! Nur bei mir hinterlässt sie eher Langeweile und einen bitteren Nachgeschmack.

Obwohl Colleen Hoover meistens eher nicht so in „meinen“ Genres schreibt, so freue ich mich auf jede Neuerscheinung, so auch auf Layla. Tja, aber das war wohl leider nichts. Die Handlung fand ich mega langatmig und habe keine starken Entwicklungen gesehen, die Lovestory fand ich zu Beginn noch interessant, nach und nach hat sie aber nur noch einen bitten Nachgeschmack bei mir hinterlassen. Ich freue mich für jeden, der dieses Buch ins Herz schließen konnte, für mich war es allerdings leider ein Flop.

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