Rezension: Company Town. Niemand ist mehr sicher / Madeline Ashby
»Nein. Ich brauche niemanden, der bereit ist, für Joel zu sterben, Miss Go. Ich brauch jemanden, der bereit ist, für ihn zu töten. Und ich glaube, dass sie dieser Jemand sind.«
Verlag: Arctis Verlag
Erscheinungsdatum: 13.01.2017
Seitenzahl: 384
Sie nennt sich New Arcadia – eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Die Leibwächterin Hwa ist eine der letzten rein organischen Menschen, aber nicht nur in dieser Hinsicht eine Außenseiterin. Als der jüngste Lynch-Sprössling Joel bedroht wird, und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an sie. Dann versetzt eine Mordserie die Bewohner der Insel in Angst und Spuren führen auch zu Hwa; nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten »Company Town«.
Bei 1,2 anderen Bloggern hatte ich dieses Buch entdeckt, und konnte einfach nicht mehr anders.
Schon allein bei dem Cover war es um mich geschehen – und dann noch der Klappentext!
Ich stehe total auf Dystopien und diese hat versprochen etwas ganz Besonderes zu sein…
Somit stand der Entschluss fest, das Buch muss nicht nur schleunigst einziehen – es muss auch gleich gelesen werden! (Trotz meiner Vorfreude passiert das doch eher seltener)
Dann musste ich allerdings feststellen, dass ich nicht so gut in die Geschichte kommen konnte.
Es ist durchaus interessant, aber für mich als Leser kam ein Gefühl auf, als wenn ich den zweiten Band einer Reihe lesen würde, ohne den ersten zu kennen.
Viele Situationen und Details wurden so selbstverständlich beschrieben, obwohl ich nur die Hälfte verstanden habe.
Nachdem ich mich aber an den eigenen Schreibstil ein wenig gewöhnt hatte und auch die Charaktere ein bisschen besser kennenlernen konnte, war man doch mitten im Geschehen.
Der stockende Anfang hat mir jedoch eine Menge vom Lesevergnügen genommen, so wie Zeit, die man nicht mehr aufholen kann.
Der Plot hinter der Geschichte ist zwar ganz cool, aber das Rad wurde hier auch nicht neu erfunden.
Dazu hätte ich gern ein bisschen mehr an der Spannung teilgenommen, diese konnte mich allerdings nicht wirklich mitreißen.
Die Charaktere hingegen haben mir wirklich gut gefallen, zumindest die drei, die im Mittelpunkt stehen und am meisten ausgeschmückt wurden! Das sind Hwa, ihr neuer Schützling Joel und ihr neuer Boss Síofra.
Es ist auch keine große Überraschung, dass eine kleine Liebesgeschichte ihren Platz zwischen den Zeilen findet. Diese finde ich aber sehr schön, dezent aber auch sehr aussagekräftig.
Zum Ende hin haben sich die Ereignisse wieder ein bisschen überschlagen, gerade nachdem ich endlich das Gefühl hatte, den Faden wiedergefunden zu haben…ABER nichtsdestotrotz war es eine gute Geschichte. Wahrscheinlich keine, die jeden überzeugen könnte, da ich denke, dass sie eher eine kleinere Zielgruppe anspricht.
Wenn sie aber in die richtigen Hände gelangt, wird es sicherlich ein wahrer Lesegenuss!
Für mich war es ein kurzweiliges Leseerlebnis, das meinen Kopf mal wieder ein bisschen mehr zum Denken angeregt hat 😉
KAUFEN!
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