Rezension: Attack on Titan Anthologie

Rezension: Attack on Titan Anthologie

Titel: Attack on Titan Antohlogie |  Autor: Hajime Isayama, Ray Fawkes, Scott Snyder, Evan Dorkin, Sarah Dyer Übersetzer: Aranka Schindler |  Illustrator: Rafael Albuquerque, Afua Richardson, Jorge Corona, David López, Cris Peter |  Verlag: Carlsen  |  Erscheinungsdatum: 03.10.2017  |  Seitenzahl: 256

Die westliche Neuinterpretation des Megahits Attack on Titan!
Zwölf völlig neue und eigenständige Geschichten auf über 200 Farbseiten versprechen fette Titanenaction!
Doch diesmal steckt nicht etwa Hajime Isayama hinter diesem Werk, sondern eine lange Liste von Comicgrößen aus aller Welt, die sich schon mit diversen anderen Serien einen Namen gemacht haben.
Unter anderem schwingen die Eisner Award-Preisträger Scott Snyder (Batman), Michael Avon Oeming (Powers), Faith Erin Hicks (The Adventures of Superhero Girl), Evan Dorkin (Milk & Cheese) und Paolo Rivera (Mythos) die Feder und sorgen für beste Unterhaltung.

Ein Fest nicht nur für eingefleischte Fans von Isayamas düstererm Manga, sondern auch für neugierige Comicleser, die erstmals in die Welt der Titanen eintauchen möchten.

Die ursprüngliche Attack on Titan Reihe wurde mir jetzt schon des Öfteren ans Herz gelegt, doch bereits vor meinem Manga Wahn habe ich diese Anthologie bei Jule (Miss Foxy reads) entdeckt und bin einfach nicht drumherum gekommen. Nun schien es mir als der perfekte Einstieg in die Reihe.

Ein schauriger Einstieg

Gerade die Idee hinter dieser Reihe hat mich unglaublich neugierig gestimmt.
Ich bin generell ein Fan von viel Action, einer düsteren Atmosphäre und viel Spannung – das sollte doch stimmig werden, oder? So wusste ich natürlich schon grob, worauf ich mich hiermit einlassen werde, war aber dennoch wirklich überrascht als ich das Heft aufgeschlagen habe und gleich die ersten Todesszenen gefunden habe. Das ist keinesfalls negativ auszulegen, sondern soll viel eher als „Vorwarnung“ dienen.
Die Titanen haben es sich auf der Welt gemütlich gemacht und verbreiten unter der restlichen Menschheit Angst und Schrecken. Die Erscheinungen variieren zwischen menschenähnlich und ziemlich grotesk.
So gibt es verschiedene Abläufe, aber durch kurze Informationsabschnitte auch viel Einblicke in diese Welt.

Anthologien sprechen mich in der Regel nicht allzu sehr an, da ich mich doch eher tiefgehend auf ein Setting einlassen möchte, da hier aber die gleiche Idee nur unterschiedlich wiedergegeben wird und man lediglich die Chance hat mehrere Eindrücke zu gewinnen, kam mir diese Sammlung unglaublich praktisch vor.

Attack on Titan Anthologie
Ausschnitt aus „Attack on Titan Anthologie“

Vielfältige Interpretationen

Von den verschiedenen Zeichenstilen war alles mit dabei und genauso haben auch die Handlungen variiert. Manche waren ziemlich düster gehalten, genauso wie die Ausgangspunkte der jeweiligen Geschichten, andere wiederum sind es humorvoll angegangen und haben die Idee ein wenig leichter rübergebracht.
Auch, wenn ich die unterschiedlichen Herangehensweisen genossen habe, haben sie mich teilweise auch ein wenig verwirrt und überfordert. Demnach weiß ich nicht, ob es sich wirklich anbietet diese Anthologie als Einstieg zu nutzen oder sie vielleicht eher eine tolle Abwechslung für bereits „erfahrene Fans“ ist.
Dennoch hat sie es auf jeden Fall geschafft mich ordentlich neugierig zu stimmen und die ersten beiden Bände der Manga Reihe stehen schon bereit!

Bei Anthologien ist es natürlich nicht zu vermeiden – es werden viele Stilrichtungen aufgegriffen und manche sagen einem nun mal zu und andere wieder weniger. Mich haben vor allem die düsteren und emotionalen Geschichten sehr begeistert, ich hoffe diese Elemente auch in den Mangas wiederzufinden.
Die Vielfältigkeit ist aber wirklich beeindruckend und wird sicherlich die meisten Leser begeistern können!

Attack on Titan Anthologie
Ausschnitt aus „Attack on Titan Anthologie“

Die Attack on Titan Anthologie hat mir nun zum Einstieg in diese Reihe gedient, wobei ich noch nicht ganz beurteilen kann, ob das meine beste Idee war. Denn auch, wenn die Zeichenstile und Variationen wirklich vielfältig und beeindruckend waren, so war es an manchen Stellen auch ein wenig verwirrend.
Nun bin ich aber gespannt, welcher Stil mich in der ursprünglichen Reihe erwarten wird!

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1 comment found

  1. Liebe Jill,

    ich war mir selbst auch nicht so sicher, ob ich die Anthologie mit so wenig Hintergrundwissen hätte lesen sollen. Manchmal war es wirklich verwirrend und ich verstand einige Anspielungen nicht. Alleridngs mochte ich sehr, dass die Comics in Farbe gehalten waren. Das war für mich ein echter Mehrwert im Gegensatz zu Mangas.

    Liebst,
    Jule

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