Rezension | Die Jagd von Gabriel Bergmoser

Rezension | Die Jagd von Gabriel Bergmoser

Titel: Die Jagd | Originaltitel: The Hunted | Autor*in: Gabriel Bergmoser | Übersetzer*in: Karin Diemerling | Verlag: Knaur | Erscheinungsdatum: 01.08.2022 | Seitenzahl: 288

Willkommen im Outback – wo das Abenteuer endet und der Albtraum beginnt!
»Die Jagd« ist ein harter, blutiger Thriller um einen Roadtrip ins Verderben und eine gnadenlose Verfolgungsjagd durch die Wildnis Australiens.

Dass es im australischen Outback etwas rauer zugeht, damit haben Charlie und Delilah durchaus gerechnet. Immerhin sollte ihr Roadtrip durch die dünn besiedelte Wüste mit ihren eindrucksvollen Felsformationen ja ein echtes Abenteuer werden.
Als sie jedoch an einer einsamen Tankstelle halten, begehen Charlie und Delilah den Fehler ihres Lebens: Plötzlich stecken die Touristen mitten in einer mörderischen Verfolgungsjagd, bei der Einheimische eine ganz besondere Beute zur Strecke bringen: sie!

Mit »Die Jagd« liefert der australische Autor Gabriel Bergmoser hartes Thriller-Kopfkino für alle Fans actionreicher Pageturner, die man einfach nicht zur Seite legen kann.

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Ich liebe Horror, gerade auch trashigen, den man in etlichen Filmen wiederfindet und genau das habe ich mir hiervon auch erhofft.

Viele Charaktere

Laut dem Klappentext stehen hier eigentlich Charlie und Delilah im Fokus, die gerade eine Tour durch die australische Wildnis machen. Und auch, wenn die beiden definitiv ihre Auftritte haben, so fand ich andere Charaktere wesentlich prägnanter.
So ist der junge Simon ebenfalls auch einem kleinen Roadtrip im Outback, auf der Suche nach dem „wahren Australien“, stattdessen stößt er aber auf die interessante junge Frau Maggie, die sich ihm gleich kurzerhand anschließt. Und obwohl direkt die ein oder anderen Zweifel bei ihm aufkommen, ist er eben doch ihrem mysteriösen Charme erlegen – tja, vielleicht nächstes Mal doch mehr mit dem Kopf als mit dem Penis denken. Aber danach ist man ja immer schlauer.
Außerdem gibt es noch Frank, der allein weit draußen lebt und seine Tankstelle führt und gerade seine Enkeltochter Allie zu Besuch hat. Und dann noch Greg…ihr seht worauf ich hinaus möchte, oder?

Versteht mich nicht falsch, prinzipiell habe ich gar nichts gegen eine hohe Anzahl von Mitspielern, doch für das Genre und die geringe Seitenzahl des Buches huft es sich hier doch. Das ist keinesfalls tragisch, doch am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um alles richtig zuzuordnen, vielleicht auch, weil die Charaktere nicht allzu viel Tiefe, wenn auch durchaus ein paar Umschreibungen erhalten haben – was ich aber auch nicht schlimm finde. Und dann kommen da noch die „Gegenspieler“ – willkommen bei den Rednecks der australischen Wildnis. Whüä – da überkommt es einen wirklich.
Ganz cool fand ich allerdings, dass deren Beweggründe und Hintergrund nicht viel Bühne bekommen haben. Somit gibt es zwar einiges an Blut und Gewalt, doch keine Verherrlichung in dem Sinne, dass die Bösen ihre „Rechtfertigung“ erhalten.

Genau das, was ich erwartet habe

Jetzt hört sich mein bisheriger Eindruck vielleicht ein bisschen kritisch an und ich bin auch ganz ehrlich – Die Jagd ist kein Highlight, das einen total vom Hocker haut.
Aber es hat genau das gehalten, was ich mir erhofft hatte. Diese klischeehaften Horrorfilme, die trashige Unterhaltung bieten, ihr kennt sie sicherlich und genau das bekommt ihr hier. Allein der Titel und der Klappentext lassen ja schon darauf schließen, was die Charaktere hier im Outback erwartet und die ersten Seiten bieten so einige Anspielungen, die genau das auch bestätigen.

Doch so „ruhig“ es auch am Anfang ist, so sehr holt die Geschichte dann zum Ende hin auf. Mit einem kleinen Splatterfeeling fließt hier ziemlich viel Blut – was manche Charaktere noch mit den schlimmsten Verletzungen leisten können, ist schon erstaunlich, aber ich will mir auch nicht anmaßen, dass ich beurteilen könnte, wie man sich in solchen Situationen halten würde, haha.
Ich glaube zwar, dass man noch ein bisschen mehr Gruselfaktor hätte rausholen können, doch alles in allem war es wie schon gesagt das, was ich mir erhofft und erwartet hatte – also ran da!

Mit Die Jagd hat mir Gabriel Bergmoser genau das geboten, was ich mir erhofft hatte. Eine Prise trashigen Horror, wie man ihn aus den typischen Filmen auch kennt. Kurzweilig und unterhaltsam, mit ein paar Überspitzungen und Klischees, aber eben auch genau der Atmosphäre, die ich erwartet hatte.

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