Rezension | Golden Kamuy von Satoru Noda

Rezension | Golden Kamuy von Satoru Noda

Titel: Golden Kamuy 1 | Autor: Satoru Noda | Übersetzer: Burkhard Höfler | Illustrator: Satoru Noda | Verlag: Manga Cult | Erscheinungsdatum: 05.09.2019 | Seitenzahl: 191 | Altersempfehlung: ab 16 | Reihe: Golden Kamuy

Die Jagd nach dem Ainu-Gold hat begonnen …

Wir schreiben das frühe 20. Jahrhundert, kurz nach dem russisch-japanischen Krieg. Hoch im verschneiten Norden Japans schlägt sich ein einzelner Mann durch die Wildnis. Sein Name: Sugimoto, der Unsterbliche. Geplagt von den Erinnerungen an den Krieg versucht er, sein mageres Einkommen durch Goldschürferei aufzubessern – ohne Erfolg.

Aber dann erfährt er von einem riesigen Goldschatz, der einst den Ainu gestohlen wurde. Der einzige Hinweis: eine Schatzkarte, eintätowiert auf die Rücken zahlreicher Gefängnisinsassen, die sich nun auf der Flucht befinden. Gemeinsam mit dem Ainu-Mädchen Asirpa bricht Sugimoto auf die tödlichste Schatzsuche der Geschichte auf. Denn wer dieses Gold jagt, ist bereit, über Leichen zu gehen …

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Eine spannende Schatzsuche? Ein tödliches Abenteuer? Kommt schon – wie hätte ich denn da widerstehen können?!

Brutal aber nachhaltig

Ich weiß natürlich, dass Gewalt nicht verherrlicht werden soll und dem stimme ich auch absolut zu. Nur ist es eben so, dass ich beim Lesen teils andere Wertvorstellungen habe als im realen Leben und da bin ich sicherlich nicht die einzige. Bei Golden Kamuy wird definitiv kein Blatt vor den Mund genommen, gerade was auch die Gewaltszenen angeht, doch sind diese meiner Meinung nach nicht einfach blind dargestellt, sondern haben eben auch ihren Grund.

Sugimoto war im Krieg und hat dort nicht nur entsprechende Erfahrungen erleben müssen, sondern trägt diese Last natürlich auch weiterhin mit sich herum. So ein Denken lässt sich eben nicht von heute auf morgen abschütteln und so finde ich es ganz interessant, dass dies auch so präsent in der Charaktergestaltung mit eingeflossen ist. Der Kontrast zwischen ihm und Asirpa wird so immer wieder deutlich, sorgt für jede Menge Reibungen zwischen den beiden aber auch zeitgleich für Unterhaltung beim Leser.

Interessante Entwicklungen

So wirklich einordnen kann ich die Geschichte nicht, aber das ist auch überhaupt nicht nötig. Zwischen Western, Prison Break & jeder Menge anderer Eindrücke kommt hier eine wirklich interessante Mischung zustande, die sich definitiv sehen lassen kann. Für einen Auftakt gibt es in meinen Augen auch wirklich viel Handlung, überraschende Wendungen und eben ein Gesamtpaket, das einfach Lust auf mehr macht.

Zu guter Letzt kommen noch die Zeichnungen mit hinzu, die das ganze Bild noch abrunden und für einen gelungen Auftakt sorgen, den man sich auf jeden Fall mal anschauen kann. Mich hat es auf jeden Fall gepackt, denn der erste Band hat sich bewiesen und zeitgleich Potenzial für die Fortsetzungen gezeigt. Eine coole Charaktergestaltung, tolle Zeichnungen und eine interessante und fesselnde Story – was möchte man mehr?

Mit Golden Kamuy hat Satoru Noda einen wirklich gelungen Auftakt geliefert, der nicht nur durch seine Zeichnungen, sondern vor allem durch eine interessante Story begeistern kann. Eine außergewöhnliche Schatzsuche & ein tödliches Abenteuer – eine Geschichte, die man auf jeden Fall im Auge behalten sollte!

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