Rezension | Marta schläft von Romy Hausmann

Rezension | Marta schläft von Romy Hausmann

Titel: Marta schläft | Autor: Romy Hausmann | Verlag: dtv | Erscheinungsdatum: 24.04.2020 | Seitenzahl: 400

»Hab dich. Und jetzt spielen wir. Wir spielen: Gericht.«

Es ist Jahre her, dass man Nadja für ein grausames Verbrechen verurteilt hat. Nach ihrer Haftentlassung wünscht sie sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben zu führen. Doch dann geschieht ein Mord. Und der soll ungeschehen gemacht werden. Ein abgelegenes Haus wird zum Schauplatz eines bizarren Spiels ‒ denn Nadjas Vergangenheit macht sie zum perfekten Opfer. Und zur perfekten Mörderin … Ein tief unter die Haut gehender Psychothriller über Schuld, Vergeltung und die Frage, ob ein Täter je wieder frei sein kann.

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Bereits Liebes Kind konnte mich von der Thematik her sehr locken, die Umsetzung war dann leider nicht ganz so meins. Umso gespannter war ich aber, ob mich das neue Buch von Romy Hausmann begeistern kann!

Verwirrung gestiftet

Als Liebes Kind damals in den Buchläden auslag, konnte ich einfach nicht drumherum. Auch bei Marta schläft sorgt die Autorin wieder für einen vielversprechenden Klappentext und dass ihre Ideen wirklich cool sind, weiß ich bereits. Nur bin ich bisher mit ihrem Stil nicht wirklich warm geworden, wenn ich auch verstehen kann, wieso andere Leser so begeistert von ihren Werken sind. Es ist einfach etwas anderes und auch, wenn sich ihr Stil entwickelt hat, so merkt man bereits nach wenigen Seiten, dass man sich eben nicht in einem typischen Thriller befindet.

Zwar steht Nadja im Mittelpunkt, doch die Autorin bringt auch andere Charaktere mit ins Spiel, wenn auch ein wenig zurückhaltend. Ihr kennt das mit Sicherheit, dass man gleich versucht die Zusammenhänge zu entdecken, um bei der Geschichte einen besseren Durchblick zu erhalten. Genau das ist mir hier aber lange, für meinen Geschmack zu lange, schwergefallen. Ich hatte das Gefühl in vielen kleinen Ausschnitten zu stecken, ohne mich auf das große Ganze konzentrieren und einlassen zu können. Die unterschiedlichen Geschichten waren definitiv interessant, doch eben teilweise leider auch ein klein wenig verwirrend. Dazu kommt auch, dass Nadja selbst eine ziemlich schwere Vergangenheit hat, die man als Leser ebenfalls erst zu einem späteren Zeitpunkt durchschauen kann.

Immer noch nicht angekommen

So tut es mir wirklich im Herzen weh es sagen zu müssen, doch teilweise hatte ich einfach keine Lust zu dem Buch zu greifen. Wie bereits erwähnt finde ich die Ideen der Autorin wirklich gut und auch ihr Stil ist keinesfalls schlecht, nur eben nicht nach meinem persönlichen Geschmack. Das bedeutet, dass sich von meiner negativen Kritik keiner abschrecken lassen soll und sich am besten selbst an ihren Büchern versucht – denn Liebhaber gibt es hier zu genüge!

Was mir aber wirklich gefallen hat, waren die vielen Wendungen, die zum Schluss hin alle über einen rübergerollt sind und für ziemlich viel Action gesorgt haben. Den Spannungsaufbau kann ich daher schon nachvollziehen, nur habe ich gerne schon früher ein wenig Nervenkitzel in diesem Genre. Die Auflösung war dann echt cool und es hat sich bezahlt, an der Geschichte dran zu bleiben. Und wenn das nächste Buch von Romy Hausmann erscheint, werde ich mein Glück auf jeden Fall noch einmal versuchen.

Romy Hausmann ist definitiv eine talentierte Autorin, wenn ihr Stil auch nicht ganz meinen Geschmack trifft. Mit Marta schläft konnte sie mich allerdings schon mehr begeistern als mit ihrem Thrillerdebüt Liebes Kind. Wer großer Fan des Genres ist und mal Abwechslung sucht, sollte sich ihre Bücher auf jeden Fall mal genauer ansehen.

KAUFEN!

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1 comment found

  1. Hallo liebe Jill,

    sehr schade, dass es dich nicht ganz überzeugen konnte. Ich werde mir das Buch mal näher ansehen, es klingt nämlich echt spannend. Und ich muss gestehen, dass mich Kritik oft neugieriger macht als reines Lob, haha. Ich bin also gespannt, ob es mich überzeugt oder nicht.

    Muss man Liebes Kind vorher gelesen haben oder sind die zwei unabhängig voneinander?

    Liebe Grüße
    Denise

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