Rezension | Midnight Thief von Andreas Dutter

Rezension | Midnight Thief von Andreas Dutter

Titel: Midnight Thief – Das Versprechen der Heilerin | Autor*in: Andreas Dutter | Verlag: Piper | Erscheinungsdatum: 28.04.2022 | Seitenzahl: 416

Die Stadt der Liebe hat dunkle Schatten … Fesselnde Romantasy zweier Underdogs für LeserInnen von „Sister of the Stars“ und „Crescent City“

An ihrem 19. Geburtstag beschließt Jane, sich endlich über die drei heiligen Regeln ihrer Mutter hinwegzusetzen. Zwar hat sie als Einzige in ihrer Familie keine magischen Kräfte, aber Jane will sich nicht länger einsperren lassen. Anstatt gehorsam ihre Medizin zu trinken und immer schön zu Hause zu bleiben, bricht sie aus und gerät prompt in die Fänge einer verfeindeten Familie. Ausgerechnet dort trifft sie auf den geheimnisvollen und gut aussehenden Archie. Gemeinsam fliehen sie, doch das gefährliche Spiel um ihr Schicksal in den düsteren Gassen und Katakomben von Paris hat erst begonnen …

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Obwohl ich dem Autor schon eine Weile folge, ist es etliche Jahre her, dass ich ein Buch von ihm gelesen habe. Höchste Zeit das nachzuholen!

Magie ist real

Jane wächst mit dem Wissen auf, dass es Magie gibt, nur sie selbst beherrscht leider keine. Als Leser*in ist einem das zu Beginn gar nicht so bewusst, weil es viel eher wie ein Ausbruch aus einem behütetem Elternhaus wirkt. Es ist Janes 19. Geburtstag, sie hat es satt, ständig aufpassen zu müssen und bemuttert zu werden, wodurch sie diesen Kreis durchbrechen will, rebellisch auf ihre tägliche Medizin verzichtet und sich mit ihren Besten Ella & Elian auf den Weg in den Club macht, um einfach mal den Alltag hinter sich zu lassen.
Aber wie sollte es anders sein, wenn man die Auflagen der Eltern nicht beachtet? Genau, es geht alles schief und läuft so heftig aus dem Ruder – hier nimmt es wirklich schon gesonderte Ausmaße an. Interessant ist allerdings, dass die Ereignisse neue Erkenntnisse für Jane bringen, die ihr bisheriges Weltbild komplett verändern.

Überwältigt und entführt von einer feindlichen Familie ist also doch genau der Fall eingetroffen, vor dem ihre Mutter sie immer schützen wollte und Jane erwacht in einem Verlies – das Tempo war gerade auch zu Beginn überraschend flott, was ich gar nicht vermutet hatte, bei mir aber definitiv auf Zustimmung gestoßen ist. So muss sich nicht nur die junge Protagonistin erst einmal orientieren, sondern auch die Leser*innen. Was ist hier gerade passiert? Von welcher Magie sprechen wir hier? Wo führt das alles hin? Doch wirklich Zeit zum Luftholen bleibt nicht, denn Jane findet sich einem ungewöhnlichem Verbündeten gegenüber und muss schleunigst einen Weg aus diesem gruseligen Kerker finden…

In den Katakomben von Paris

Das gewählte Setting hier ist einfach genial und bietet einen grandiosen Schauplatz. Frankreich reizt mich sonst weniger (ich weiß gar nicht, wieso), doch sobald es um das städtische Beinhaus in Paris geht schlägt mein Herz gleich höher. Andreas Dutter nimmt die Atmosphäre mit und lässt den Schauplatz mit Mystery-Effekt zum Leben erwachen.
Die ganze Aufmachung lässt natürlich schon eine Lovestory erahnen und so soll hier auch niemand enttäuscht werden – neben Jane befindet sich nun nämlich Archie, der ihr allerdings wesentlich mehr Fragen im Kopf aufkommen lässt, als das sie Antworten für dieses wilde Durcheinander bekommt.

Das zügige Tempo, was mich am Anfang noch so begeistert hat, wird der Geschichte leider teilweise zum Verhängnis – zumindest für meinen Geschmack. Denn es sorgt auch für abrupte Settingwechsel und lässt manche Situationen erst einmal unaufgeklärt. Zum Teil bietet das natürlich auch Spannung, doch auf Dauer hat es bei mir den Lesefluss ein wenig ausgebremst, was so schade war, denn der Schreibstil des Autors hat mir richtig gut gefallen. Das kann aber natürlich auch einfach nur mir so ergehen und ihr seid Feuer und Flamme! Dafür lässt einen die Charaktergestaltung, bzw. der Umgang untereinander das Herz aufgehen und insgesamt wird einem hier eine tolle Story für zwischendurch geboten.

Wer bei Magie und den Katakomben in Paris gleich hellhörig wird, der sollte sich Midnight Thief von Andreas Dutter auf keinen Fall entgehen lassen! An der einen oder anderen Stelle habe ich zwar ein paar kleine Kritikpunkte, doch das Gesamtpaket bietet eine schöne Unterhaltung und vor allem ordentlich Tempo.

KAUFEN!

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