Rezension | Schattengold von Christian Handel

Rezension | Schattengold von Christian Handel

Titel: Schattengold – Ach wie gut, dass niemand weiß… | Autor*in: Christian Handel | Verlag: Piper | Erscheinungsdatum: 01.12.2022 | Seitenzahl: 400

Von einem verhängnisvollen Pakt mit einem furchteinflößenden Dämon – mit wunderschön gestaltetem Buchschnitt, limitiert auf die 1. Auflage!

Drei Dinge muss Farah ihren Eltern versprechen: Iss nie etwas, das dir Feen anbieten. Verrate ihnen nicht deinen Namen. Und am wichtigsten: Lass dich unter keinen Umständen auf einen Handel mit dem Dunklen Volk ein. In diesem Sommer wird Farah jedes einzelne dieser Versprechen brechen.

Mit der düster-atmosphärischen Neuerzählung des Märchens „Rumpelstilzchen“ entführt Christian Handel in ein Königreich voller finsterer Feenwesen und Dämonen. Furchteinflößend, schauerlich und wunderschön zugleich!

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Als ich das Buch in der Vorschau entdeckt habe, war ich direkt Feuer und Flamme und habe dem Erscheinungstermin voller Vorfreude entgegengefiebert!

Es war einmal…

Die meisten von euch wissen, dass ich ein großer Märchenfan bin und als dann dieses Rumpelstilzchen Retelling von Christian Handel angekündigt wurde, habe ich mich unglaublich doll gefreut und muss auch gestehen, dass ich entsprechend hohe Erwartungen hatte.
Die junge Farah und ihr Bruder Thomas haben jung die Mutter verloren und leben seither allein mit ihrem Vater in der Mühle, aufgezogen von Berit, die bereits die Mutter der beiden großgezogen hatte.
Farah schleicht sich immer wieder in den verbotenen Firnwald, weil dort ihre Mutter beerdigt wurde und findet immer wieder mysteriöse Goldmünzen, von denen sie aber niemandem erzählt und diese versteckt. Als der Vater eines Tages aber wieder einmal das letzte Ersparnis in der Dorfschenke droht zu vertrinken, machen sich die jungen Erwachsenen auf den Weg. Allerdings gerät alles aus den Fugen, und um den entstandenen Schaden zu begleichen, muss Farah nun doch auf die Münzen zurückgreifen.

Dadurch, dass sie ihr Geheimnis jemandem verrät, verrät sie gleichzeitig sich selbst und so wird sie schon am nächsten Tag in den Palast und vor Königin Iolanthe geschafft. Unter der Anklage „Handel mit dem dunkeln Feenvolk“ oder „Hexerei“ bleibt der jungen Protagonistin kaum eine große Wahl und ihr erahnt es schon: es kommt zu der Behauptung, dass sie Stroh zu Gold spinnen könnte und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Und nicht nur dass, um sich aus diesem Schlamassel retten zu können, muss Farah nun wirklich einen Handel eingehen, wodurch sie dem Spinnenmann begegnet, was sich in etwa so gruselig gestaltet, wie es sich anhört. Die weitere Entwicklung ist ziemlich nah am Märchen und dennoch gibt es so einige Überraschungen…

Nah am Märchen & trotzdem neu

Tatsächlich nimmt sich der grobe Handlungsstrang nichts von der bekannten Märchenfassung, an die sich die meisten von uns wohl erinnern werde. Gerade deswegen fand ich es so erstaunlich, dass sich die Geschichte dennoch so frisch und neu lesen ließ und vor allem an einigen Stellen zu überraschen weiß.
Nachdem die junge Farah nun ihr Kind verloren hat, gilt es natürlich nur eins: genau dieses zu retten.
Eine bunte Mischung der Charaktere, auch wenn diese alles andere als überraschend war, machen sich gemeinsam auf den Weg in die Tiefen des Firnwaldes und darüber hinaus, wodurch eine spannende, aber auch sehr gefährliche Reise beginnt.

Nicht nur Märchenkenner*innen werden hier einige Entwicklungen schon erraten können, auch so gibt es so manches, das ein wenig vorhersehbar ist und dennoch hatte ich wirklich Spaß an dem Buch. Christian Handel hat neben den düsteren Aspekten auch sehr liebevolle und emotionale eingebaut, was mir sehr gefallen hat. Manches hätte vielleicht noch ein Funken mehr Tiefgang vertragen, doch auch so ist die Geschichte sehr rund und ich bin mir sicher, dass hier noch so einige Leser*innen voller Begeisterung die Geschichte verschlingen werden – von mir gibt es auf jeden Fall eine entsprechende Leseempfehlung!

Ich habe mich so sehr auf „Schattengold“ von Christian Handel gefreut und wurde keinesfalls enttäuscht. Ein Rumpelstilzchen-Retelling, das zwar nah am Märchen bleibt und mit der entsprechenden Atmosphäre zu punkten weiß – dennoch liest sich die Geschichte neu und schafft es an einigen Stellen zu überraschen!

KAUFEN!

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