Rezension | Superman – Dawnbreaker von Matt De la Pena

Rezension | Superman – Dawnbreaker von Matt De la Pena

Titel: Superman – Dawnbreaker | Autor: Matt De la Pena | Übersetzer: Michaela Link| Verlag: dtv | Erscheinungsdatum: 19.07.2019 | Seitenzahl: 352 | Altersempfehlung: ab 14 | Reihe: DC Icons | Weitere Bände: Wonder Woman; Catwoman; Batman

Seine Macht ist unglaublich, doch sie hat ihren Preis

Clark Kent war schon immer schneller und stärker als seine Mitschüler. Aber er meidet das Rampenlicht um jeden Preis, denn auf sich aufmerksam zu machen bedeutet, sich in Gefahr zu bringen. Doch für Clark wird es zunehmend schwerer, seine Kräfte zu kontrollieren und seine Heldentaten geheim zuhalten. Als er den Hilferufen eines Mädchens folgt, trifft er auf Gloria Alvarez und deckt ein dunkles Geheimnis auf: Eine feindliche Macht bedroht seine Heimatstadt Smallville. Zusammen mit seiner besten Freundin Lana Lang macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit. Denn bevor Clark die Welt retten kann, muss er zunächst Smallville beschützen.

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Bei der DC Icons Reihe handelt es sich um teils Neuinterpretationen der bekannten DC Superhelden von unterschiedlichen Autoren, jedes Buch ist in sich abgeschlossen und lässt sich unabhängig von den anderen lesen.

DC Liebe

Egal ob das Fanherz für DC oder generell für Superhelden schlägt, wenn dies der Fall ist, kommt man an diesen Büchern nur schwer vorbei. Selbstverständlich ist es auch hier sehr wichtig, sich darauf einlassen und von bekannten Strukturen auch loslassen zu können. So ist es auch hier der Fall, dass sich Matt De la Pena zwar an die gängigen Strukturen von Clark Kent hält, aber eben auch Spielraum für neue Interprationen hat. Ich persönlich war früher ein riesen Fan der Serie Smallville, was lustigerweise auch mein größter Berührungspunkt mit Superman ist, wodurch ich aber umso mehr die einzelnen Charaktere, wie zB. Lex Luthor und Lana Lang gefeiert habe.

Dennoch muss man aber wie schon erwähnt auch für Neues Platz lassen. Wenn man das nicht kann, was ich durchaus nachvollziehen kann, dann sollte man eher nicht zu den Büchern der DC Icons Reihe greifen. Für mich persönlich war es das erste Buch des Autors, der im deutschsprachigen Raum im Vergleich zu den anderen auch kaum bekannt ist. Dafür war ich aber umso positiv überraschter vom Schreibstil und Aufbau der Story. Da kann dieser letzter Band auf jeden Fall mit seinen Vorgängern mithalten. So wirklich als Thriller würde ich ihn allerdings nicht bezeichnen, ebenso fällt auch hier, genau wie bei den vorherigen Bänden auf, dass noch einiges an Potenzial offen geblieben ist.

Wichtige Themen und fragwürdige Umsetzungen

ABER. Kommen wir zum großen Aber, das mich eigentlich schon die ganze Reihe begleitet, aber vor allem bei den letzten Bänden immer größer geworden ist. Bereits im ersten Band ist mir aufgefallen, dass mit dieser Reihe auch ein gewisses Statement gesetzt werden soll, es soll Diversität eingebaut und vermittelt werden, wichtige Themen sollen eine Rolle spielen. Ich bin die erste, die bei soetwas immer laut ja schreien würde, aber…

Manchmal ist es gar nicht so leicht wichtige Themen zu vermitteln, da die Zuhörer oder Leser eventuell gar kein Interesse daran haben. So gibt es bestimmte Spaten, wo die Zielgruppe genau darauf aus ist und dann wieder welche, bei denen man eher etwas untermischt und doch eher oberflächlich hält. Genauso ist es mir hier vorgekommen. Vor allem in Superman spielt Rassismus eine große Rolle, dieser und die entsprechenden Situationen werden aber sehr pauschalisierend und vereinfacht dargestellt, bzw. das Verhalten der Bevölkerung auch entschuldigt. Für mich fällt hier einiges in eine gewisse „Mainstream“-Schublade, bloß nicht zu politisch werden, um niemanden zu verschrecken. Jetzt bin ich natürlich hin und her gerissen, weil ich dennoch froh bin, dass diese Themen aufgegriffen und behandelt werden, allerdings finde ich, dass der Umgang definitiv ein anderer sein müsste. Das mag sicherlich Geschmackssache sein, aber schließlich geht es bei diesem Beitrag ja auch um meine persönliche Meinung.

Wer ein großer Fan des DC Universums ist und sich zeitgleich auch auf etwas Neues einlassen kann, der wird mit SIcherheit seine Freude an Superman – Dawnbreaker von Matt De la Pena haben. Einzelne Ansätze haben mir wirklich gut gefallen, bei anderen bin ich mit der Umsetzung nicht wirklich warm geworden. Dennoch konnte mir das Buch eine gute Unterhaltung bieten.

KAUFEN!

AUCH REZENSIERT VON: Lovin Books | Zeilenfluch

3 comments found

  1. Liebe Jill,

    mal wieder eine tolle Rezension. Ich habe bisher so viel unglaublich schlechtes über das Buch gehört – ich war echt erstaunt, muss ich gestehen. Ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, habe aber echt viel erwartet, auch, dass es vielleicht so gut ankommt wie Wonder Woman von Leigh Bardugo.

    Trotz der vielen negativen Meinungen freue ich mich auf das Buch und bin schon sehr gespannt. Superman gehört mit zu meinen Lieblingen, Smallville allerdings habe ich nie geschaut. Ich war dafür aber ein riesigerFan der Serie „Superman – die Abenteuer von Lois und Clark“ haha 😀

    Mal sehen, wie mir am Ende das Buch gefällt 🙂

    Liebste Grüße
    Ivy

    1. Liebe Ivy,

      ich finde die Reihe ja generell unglaublich interessant, weil ja oft und viele Themen aufgegriffen werden. Die Umsetzung ist ja meistens Geschmackssache. Aber ich bin unendlich gespannt auf deine Meinung dazu!

      Liebste Grüße
      Jill

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