Was bisher geschah | Red Rising von Pierce Brown

Was bisher geschah | Red Rising von Pierce Brown

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass ich ein großer Fan der Reihe bin und nun, wo der vierte Band bald auf Deutsch erscheint habe ich mir vorgenommen, die ersten drei Bände noch einmal zu rereaden.
Hier kam an der einen oder anderen Stelle die Frage auf, ob ich den Inhalt nicht noch einmal zusammenfassen könnte, was ich hiermit versuche. Daher ACHTUNG SPOILER!

Titel: Red Rising  |  Autor: Pierce Brown  |  Übersetzer: Bernhard Kempen  |  Verlag: Heyne  |  Erscheinungsdatum: 14.09.2015  |  Seitenzahl: 576  |  Reihe: Red Rising

Darrows Welt ist brutal und dunkel. Wie alle Roten schuftet er in den Minen des Mars, um ein Leben auf der Oberfläche des Planeten möglich zu machen. Doch dann wird seine große Liebe getötet, und Darrow erfährt ein schreckliches Geheimnis: Der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht, die Goldenen, leben in dekadentem Luxus. Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Er will einer von ihnen werden – um sie dann vernichtend zu schlagen …

WAS BISHER GESCHAH…

Der junge Höllentaucher Darrow lebt unbewusst als Sklave auf den Mars und arbeitet jeden Tag in den Minen, um dort das wertvolle Helium 3 zu befördern, was die anderen Planeten bewohnbar für die restliche Menschheit machen soll. Auch, wenn ihm bewusst ist, dass er zu der niedersten „Rasse“ angehört, erkennt er seinen Sklavenstatus nicht an und versucht das beste in seinem Leben zu sehen. Innerhalb seines Clans erfährt er doch hohe Anerkennung, hat eine wundervolle Familie und lebt vor allem für seine wunderschöne und gutherzige Frau Eo.
Die Roten, zu denen eben auch Darrow gehört, müssen nicht einfach nur jeden Tag schuften und das unter schlimmen Bedingungen, sie werden vor allem dadurch angespornt, dass ihnen ein besseres Leben in Aussicht gestellt wird. So ergibt sich jeden Monat aufs Neue die Chance auf den Lorbeer, der für den Clan, der am meisten Helium 3 beförden kann besondere Lebensmittel und Medikamente bereithält.
Darrow und sein Team haben vom Ergebnis her ganz klar gewonnen, werden aber dennoch nicht als Sieger gekrönt, sondern die Gamma, wie immer. Allein das sollte schon genügen, um auch den gutgläubigsten die Augen zu öffnen, dass sich an dem festgelegten System nie etwas ändern wird.
Im Gegensatz zu Darrow sieht seine Frau Eo wesentlich weiter – in der Nacht der Siegerehrung schleicht sie sich mit ihm in einen verborgenen Garten und beide werden von den Wachen überrascht. Zur Strafe sollen beide öffentlich ausgepeitscht werden. Darrow nimmt dies hin, doch so nicht Eo – diese stimmt das verbotene Lied an, auf dem die Todesstrafe hängt – über eine Liveübertragung sehen dies auch die Goldenen mit an – die herrschende Farbe – und verurteilen sie daraufhin zum Tod. Als wenn dies nicht schon schrecklich genug wäre – durch die andere Dichte der Schwerkraft ist es auf dem Mars nötig, die Gehängten an den Füßen runterzuziehen und ihnen somit das Genick zu brechen, um einen langgezogenen und noch qualvolleren Tod zu vermeiden.
Das Geschehene belastet Darrow so sehr, dass er in der darauffolgenden Nacht Eo vom Galgen holt und somit sein eigenes Todesurteil verhängt. Seine Frau hat ihm eigentlich das Versprechen abgenommen, mehr aus seinem Leben zu machen und hat ein Geheimnis mit ins Grab genommen, für das er scheinbar noch nicht bereit war.
Doch der Schmerz sitzt so tief, dass er auch für sich keine Zukunft mehr sieht.

Nicht zuletzt durch die Hilfe durch seinen Onkel Narrol erwacht Darrow wieder zum Leben und findet sich in der Mitte von den Söhnen von Ares wieder – eine militante Widerstandsbewegung gegen die Weltenherrschaft.
Dancer und Harmony, beides Mitglieder von Ares, erzählen ihm nun von der niederschmetternden Wahrheit – sein bisheriges Leben war eine Lüge. Die GOldenen leben bereits im wahren Luxus und lassen die Roten lediglich weiterschuften, um diesen noch zu erweitern und sich nicht selbst damit die Finger schmutzig machen zu müssen.
Es kommt zu einem ungewöhnlichen Plan…
Darrow wird mithilfe von Mickey, ein Graveur zu einem Goldenen gemacht und lernt nicht nur mit seinem neuen Äußeren umzugehen, sondern auch deren Verhalten anzunehmen. Nun heißt es ab mit ihm in das Institut, das die einzigartig vernarbten Goldenen hervorbringen soll. Die oberste Elite, und sobald er dort angekommen ist, will er sie alle stürzen.

Darrow besteht die Prüfungen für das Institut und das auch noch ausgezeichnet gut. Doch die letzte Aufnahmeprüfung, die Passage, verdeutlicht ihm, dass das alles keinesfalls ein Spiel ist.
Dort wird er nämlich mit Julian au Bellona zusammen eingesperrt und erst wieder rausgelassen, wenn einer von beiden den jeweils anderen umgebracht hat – schweren Herzens widmet er sich dieser Aufgabe.
Danach findet er sich am Institut wieder und wird dort für das Haus Mars ausgewählt, ebenso wie Cassius, Julians Bruder, der diesen sehnsüchtig erwartet und unbedingt herausfinden will, wer Julians Mörder ist.
Trotz seiner Angst freundet sich Darrow mit Cassius an und findet in ihm und Roque seine ersten Freunde.
Das Haus Mars muss sich nun gegen die anderen Häuser beweisen und so viele wie möglich vernichten – jedem Haus steht ein Proktor zu, der seine Schützlinge vom Olymp aus beobachtet, im Notfall Medikamente/MedBots zukommen lässt und sich mit ihnen berät- Im Falle des Hauses Mars ist es Fitchner au Barca, der sich später als Vater von Sevro – ebenfalls einem Mitspieler und Angehöriger des Hauses Mars herausstellt.

Das Spiel und schon allein die Führung des eigenen Hauses stellt sich schwieriger heraus als gedacht. Neben einem kleinen Zwiespalt zwischen Cassius und Darrow, wer an die Spitze gehört, hat sich auch das restliche Haus gespalten und in verschiedenen Lagern aufgemacht. Von den anderen Häusern, mit denen sie nicht selbst in Berührung kommen, hören sie auch nicht allzu viel, bis auf, dass sich die Häuser Jupiter und Apollo ganz vorne halten und sich der Schakal im Wald/Norden breit gemacht hat und dort Angst und Schrecken verstreut.
MIttlerweile ist auch Sevro ein treuer Begleiter für Darrow geworden, auch wenn sich dieser wesentlich selbstständiger vom Rest bewegt und agiert, aber ganz klar seine Loyalität zeigt.
Als es in den eigenen Reihen von Mars zu Intrigen und Kämpfen kommt, geht Roque verloren, woraufhin sich Cassius und Darrow auf die Suche nach ihm machen. Allerdings stellt sich das als eine Falle heraus, einer der Proktoren hat Cassius ein Holo (Video) von dem Mord in der Passage an Julian zukommen lassen und nun will Cassius nur noch Rache.

Julian lässt zum Glück zu zeitig von Darrow ab, der dadurch noch von der jungen Mustang, die sich im Wald aufgehalten hat, gerettet werden konnte. Denn auch, wenn sie aus einem anderen Haus stammt (Minerva) hat sie nicht vergessen, wie Darrow sie bei einer Streitigkeit zwischen den Häusern verschont hat, als seine Männer sich an ihr vergehen wollten. Die beiden sind nun für einige Zeit ziemlich abgeschnitten, diese benötigen sie aber auch für die Heilung. Sobald Darrow annähernd wieder fit ist, erwischt Mustang ein hohes Fieber und nur durch bitten und betteln bei den Proktoren gelangt Darrow an die nötige Medizin für sie.
Bereits hier ist schon aufgefallen, dass die eigentlich versprochenen MedBots nicht gekommen sind und auch kein Proktor den Mordversuch an Darrow verhindern wollte. Doch Mustang und Darrow geben nicht auf und wollen sich ihre Häuser zurückholen und das Spiel für sich gewinnen, wohl wissend, dass es eigentlich nur einen Primus (Anführer/Sieger) geben kann.

So entsteht der Plan, dass die beiden sich nach und nach immer mehr Aussätzige im Wald vorknöpfen und denen Mustangs Standarte vorlegen – diese könnte die anderen Teilnehmer einfach zu Sklaven des Hauses Minerva verwandeln, stattdessen schenkt Mustang ihnen aber die Freiheit und bittet sie, sich ihrer und Darrows Sache anzuschließen. Ihre kleine Armee nimmt immer mehr Gestalt und so stoßen sie auch nach und nach auf die restlichen Bewohner Minervas, wozu auch Pax, ein Riese von Mann und Mustangs treuer Begleiter zählt.
Nach und nach kommen die jungen Goldenen immer mehr hinter das Geheimnis, dass es eigentlich keinen wahren Sieger geben kann und die Proktoren das Spiel so drehen wollen, dass auf jeden Fall der Schakal, der Sohn des Erzgouverneurs gewinnt. Und parallel muss sich Darrow immer wieder vor Augen führen, wieso er eigentlich hier ist und dass die Goldenen seine Feinde sind, denn so langsam hat er nicht nur Verbündete, sondern wahre Freunde an seiner Seite und findet durchaus Gefallen an seiner Position.

Nachdem Mustang Pax wieder an ihrer Seite hat und Darrow Sevro mit seinen Heulern scheinen sie zu einem unschlagbaren Team geworden zu sein, dass immer mehr Häuser übernimmt und Leute für ihre Sache gewinnt. Darrow hat endlich gelernt, was einen wahren Anführer ausmacht und wie er alle für sich gewinnen kann.
Durch einen geplanten Hinterhalt, den sie zum Glück durchschauen, stoßen sie auf den gefürchteten Schakal. Durch eine List, unterstützt von den Proktoren kann dieser fliehen und tötet auf seinem Weg Pax, was alle erschüttert. Doch auch Mustang ist nicht mehr aufzufinden und wurde scheinbar in den Olymp gebracht.
Alles spitzt sich zu einem phänomenalen Ende zu und für Darrow und seine Anhänger steht fest: diese Schlacht gewinnen sie und stürmen tatsächlich als erste den Olymp. Dort gehen sie gegen die Proktoren vor, wenn es sein muss auch mit tödlichen Folgen und befreien Mustang. Als sie damit fertig sind, schickt Darrow Mustang mit der Hälfte der Armee und der Waffen zum Schakal, um diesen einzunehmen und macht sich selbst mit seinen restlichen Leuten auf dem Weg zum Haus Mars um dort die Stellung zu halten. Doch dann erfährt er, dass Mustang, Virginia au Augustus, ebenfalls die Tochter vom Erzgouverneurs ist und somit die Schwester vom Schakal, Adrius.
Voller Furcht, dass die Schlacht nun doch verloren ist, warten sie auf das Zusammentreffen, doch Mustang lässt ihn nicht im Stich und bringt ihm wie vereinbart den Schakal und sorgt damit für den Sieg.
Somit endet die Zeit am Institut und Darrows Dreistigkeit hat dafür gesorgt, dass sich die anderen Häuser um ihn reißen, um ihn in ihren Familien aufzunehmen und dort eine berufliche Karriere zu bieten.
Für seinen Plan nimmt er jedoch ausgerechnet das Angebot vom Erzgouverneur, Nero au Augustus an, legt seine fiktive Familie ab und tritt offiziell in den Dienst für die Familie Augustus, um sich von dort noch weiter nach oben zu arbeiten.

Obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte, hat es mir kein Stück der Spannung genommen. Schon allein der Auftakt der Red Rising Reihe von Pierce Brown hat es gewaltig in sich und ich habe sämtliche Emotionen durchlebt.
Mir fällt wirklich keine Reihe ein, die es von der Intensität und Stärke mit dieser aufnehmen könnte – einfach ein Meisterwerk! Ich freue mich jetzt schon nicht nur auf die zwei Bände, die ich bereits kenne, sondern vor allem auf den vierten Band, der hier nun auf mich wartet und den ich schon so lange sehnsüchtig erwarte.

5 comments found

  1. Du erinnerst mich immer wieder daran, dass ich es immer noch nicht geschafft habe, diese Reihe zu lesen bzw. wenigstens mal mit dem ersten Teil zu gewinnen. Ich finde es großartig, wie sehr du diese Reihe liebst hach – es ist so toll, jemandem beim Fangirlen zuzusehen/zuzuhören hihi

    Ich glaube so langsam ist es Zeit, dass auch ich mich mal diesen Büchern widme 🙂

    Liebste Grüße
    Ivy

    1. Ui, das wäre ja cool, liebe Ivy!
      Ich kann schlecht einschätzen, ob dich die Reihe auch so begeistern kann – aber ich hoffe es natürlich sehr und bin super gesapnnt auf dein Feedback!

      Liebste Grüße
      Jill

    1. Liebe Nicci,

      vielen lieben Dank!
      Ich hatte das ja eigentlich auch für die anderen beiden Bände vor, aber aktuell sehe ich noch nicht, dass das wirklich etwas wird, haha.
      Falls du dich irgendwann noch einmal ransetzen soltlest, wünsche ich dir ganz viel Spaß!

      LIEBE

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