Rezension

Alles, was ich sehe / Marci Lyn Curtis

Das ist das Ding, wenn man blind ist: Man sieht die Leute, wie sie wirklich sind.

alles_was_ich_seheVerlag: Königskinder (Carlsen)
Erscheinungsdatum: 18.03.2016
Seitenzahl: 432
Altersempfehlung: ab 14

Inhalt

Die junge Maggie hasst ihr neues Leben als Blinde.
Sie hasst es, wie sich ihr Leben verändert hat, wie sie scheinbar alles verloren hat.
Ihre Eltern scheinen nicht mit ihr umgehen zu können und Freunde hat sie auch keine mehr, auf die Leute in der Blindenschule kann sie gut verzichten.
Als sie jedoch eines Tages stürzt sieht sie auf einmal einen Jungen vor sich. Sie. sieht. ihn.
Der 10-jährige, wortgewandte Ben verliebt sich sofort in die grimmige Maggie und schleicht sich nach und nach in ihr Leben.
Doch da Maggie ahnt, dass es einfach unmöglich ist, auf einmal wieder sehen zu können, will sie es außer Ben niemandem verraten. Und wieso auch?
Hauptsache er ist in ihrer Nähe, denn er scheint ihrem Leben wieder einen Sinn zu geben.
Und damit nicht genug, ausgerechnet Bens Bruder entpuppt sich als der Sänger ihrer Lieblingsband, nur dass dieser sie einfach abblitzen lässt, weil er denkt, dass Maggie nur so tut, als wenn sie blind wäre, was ja teilweise sogar zu stimmen scheint.
Doch dann erfährt sie, wieso sie ausgerechnet Ben sehen kann und muss ich auf einmal doch ihrem neuen Leben stellen.

Meinung

Auf der Pressebörse für kinder- und Jugendbücher dieses Jahr ist mir das Prospekt von „Königskinder“ in die Hände gefallen. Die Bücher klingen unglaublich interessant und der optische Eindruck ist fantastisch (Ja, ich stehe total auf Cover…).
Also hab ich mir überlegt, welches der Schmuckstücke ich einmal ausprobieren werde und bin bei diesem Exemplar gelandet, und bin keinesfalls enttäuscht worden!
Maggie hat sich sofort einen Platz in meinem Herzen erobert, ihre manchmal unverschämte Art hat mich total umgehauen, wieso es allen Recht machen, wenn das Leben so viel von einem fordert?
Anfänglich dachte ich mir oft, dass sie ihr neues Glück doch besser verstecken sollte oder es wenigstens mehr Leuten erzählen. Zum Ende hin wird einem aber noch einmal bewusst gemacht, was es wirklich bedeuten würde, nach so einem Schicksalsschlag auf einmal wieder sehen und diese Momente genießen zu können.
Und dann noch Ben, ganz im Ernst? Ich wünsche jedem Menschen einen Ben an seiner Seite.
Dieser Charakter wird mit so viel Lebensfreude beschrieben, dass es einen wirklich umhaut.
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen und werde auch die weiteren Bücher dieser Reihe nicht aus den Augen verlieren!

♥♥♥♥

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