Rezension

Die hohe Kunst unterm Radar zu bleiben / Susin Nielsen

Dad und ich sind anders einsam. Auf diese Art, die man, selbst wenn man mit jemand zusammen ist, spürt, weil man weiß, dass jemand, etwas fehlt.

die_hohe_kunst_unterm_radar_zu_bleibenVerlag: cbt
Erscheinungstermin: 08.02.2016
Seitenzahl: 256
Altersempfehlung: ab 12

Inhalt

Der 13-jährige Henry hat nachdem ES passiert ist nur noch ein Ziel: bloß nicht auffallen.
So versucht er mit seinem Vater einen Neuanfang, in der neuen Stadt und auf der neuen Schule.
Hauptsache, niemand erfährt das von seinem Bruder. Die Geschichte, die sein ganzes Leben verändert hat und aus der nicht rauszukommen scheint.
Die Geschichte, weshalb er jetzt regelmäßig zum Therapeuten muss.
Doch es schleichen sich immer mehr Leute hartnäckig in sein Leben, die auch nicht ganz normal zu scheinen. Ob es nun seine merkwürdigen Nachbarn, der nerdige junge in der Schule oder die außergewöhnliche Alberta ist…
Doch schafft er es ein „normales“ Leben zu führen ohne dass jemand etwas von seiner Vergangenheit erfährt?

Meinung

Das Buch hat mich einfach angesprochen, schon allein das Cover fand ich super.
Henry war mir gleich sympathisch, denn auch wenn ihm ein dunkles Geheimnis anzuhängen scheint, ist er ein sehr humorvoller und ansprechender Charakter.
Susin Nielsen schafft es auf eine leichte Weise mit einem flüssigen Schreibstil eine tragische und wichtige Botschaft zu überbringen. Und auch wenn dieses Thema unglaubliche Tiefen hat, erschlagen einen die Emotionen in ihrer Geschichte nicht.
Das Buch besteht quasi aus Henry`s Tagebuch, ist aber dennoch wie ein „normaler“ Roman zu lesen.
Man überlegt die ganze Zeit, was  ES sein könnte. Doch auf die Wahrheit war ich dennoch nicht gefasst. Die „leichte“ Art, mit der sie die Geschichte erzählt, ermöglicht es auch jüngeren Lesen, sich mit solchen Themen vertraut zu machen.
Ein schönes Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche und das ich so schnell nicht vergessen werde.

4/5
♥♥♥♥

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