5 Herzen Rezension

Red Rising / Pierce Brown

„Alle Menschen sind nicht gleich geschaffen“, verkündete er, groß gebieterisch, ein Mann wie ein Adler. „Die Schwachen haben euch betrogen. Sie sagen, dass die Sanftmütigen die Erde besitzen sollen. Dass die Starken die Demütigen unterstützen sollen. Das ist die vornehme Lüge der Demokratie. Das Krebsgeschwür, das die Menschheit zerstört.“

redrisingVerlag: Heyne
Erscheinungsdatum: 14.09.2015
Seitenzahl: 576

Inhalt

In einer Welt, die dich belügt, musst du selbst zum Lügner werden…
Darrow schuftet als Roter in den Minen, um den Mars bewohnbar für alle Erdbewohner zu machen. Die Arbeit ist hart, doch durch seine niedere Farbe erkennt er an, dass es seine Pflicht ist, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Doch der Dank der anderen Farben ist gering, und als seine Frau Eo ihm versucht die Augen zu öffnen, setzen sich zumindest einige Zweifel in seinen Kopf. Dann stirbt Eo und für Darrow gibt es nur noch ein Ziel: Ihren Traum zu verwirklichen. Denn nach und nach erfährt er immer mehr, was für eine Lüge er bisher gelebt hat. Der Mars ist längst bewohnbar und die anderen Farben leben im Luxus.
So wird er selbst zum Goldenen, der höchsten Farbe, und schleust sich in dem sagenumwobenen Institut ein, in der die Elite herangezogen wird.
Er will einer von ihnen werden, um sie dann alle von ihrem Thron zu werfen…

Meinung

Red Rising, DER Durchbruch aus den USA. Und dennoch habe ich mir bis jetzt Zeit gelassen, dieses Buch zu lesen. Nach dem Lesen frage ich mich auch, warm?
Der Auftakt von Pierce Brown Reihe hat mich absolut gefesselt und war so anders, als ich es mir vorgestellt habe. Sehr brutal, sehr blutig, doch nicht im übertriebenen Sinne.
Darrow ist ein fantastischer Charakter, trotz seines Schmerzens versucht er nie sein Ziel aus den Augen zu verlieren, zeigt unglaublich viel Kraft und Durchhaltevermögen…und versucht dennoch menschlich zu bleiben.
Doch ist das als Goldener so einfach? Ist es nicht genau die Farbe, die sich skrupellos ihr Leben auf dem Blut der Roten erbaut hat? Oder gibt es etwa doch Ausnahmen?
Ich fand ALLE Charaktere unglaublich faszinierend und wurde als Leser immer wieder überrascht. Auch wenn der „dunkle Flair“ nicht jedermanns Sache ist, mein Geschmack wurde hier genau getroffen.
Der Schreibstil ist flüssig, doch der Inhalt schwere Kost, was einem aber schnell nicht mehr so sehr auffällt, weil man in der Geschichte steckt und sich oftmals selbst fragen muss, ist das Ganze wirklich nur noch ein Spiel…?

4,5/5 Herzen
♥♥♥♥♥

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