Rezension | Die Farben des Blutes. Wütender Sturm von Victoria Aveyard

Rezension | Die Farben des Blutes. Wütender Sturm von Victoria Aveyard

Titel: Wütender Sturm | Originaltitel: War Storm | Autor: Victoria Aveyard | Übersetzer: Birgit Schmitz | Verlag: Carlsen | Erscheinungsdatum: 12.10.2018 | Seitenzahl: 784 | Altersempfehlung: ab 14 | Weitere Bände: (1) Die rote Königin ; (2) Gläsernes Schwert ; (3) Goldener Käfig | Reihe: Die Farben des Blutes

***ACHTUNG***BAND 4***

Siege haben ihren Preis! Das weiß Blitzwerferin Mare nur allzu gut seit dem Verrat durch Prinz Cal. Umso klarer ist ihr Ziel: Sie wird das Königreich umstürzen und den versklavten Roten und verfolgten Neublütern ein Leben in Freiheit sichern. Mavens Thron wird fallen! Doch der König tut alles, um Mare zurückzubekommen, auch wenn er dadurch sein Land zerstört. Mare braucht die Hilfe der Rebellen – und Cals Silber-Freunde. Um den zu besiegen, der fast ihren Willen gebrochen hätte, muss sie sich mit dem verbünden, der ihr das Herz brach.

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Gerade diese Reihe hat die Leserstimmen sehr gespalten und auch ich kann mich da nicht rausnehmen – ein hoch und runter zwischen den Bänden, eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen ganz großer Liebe, tiefster Verzweiflung und dem Wunsch, die Bücher einfach nur gegen die Wand zu werfen… Aber kann das Ende nun begeistern?

Der Kampf geht weiter

Wie schon erwähnt, bin ich nicht ausgeschlossen, was den Zwiespalt gegenüber der Reihe angeht. Der erste Band hatte mich damals unglaublich angefixt, der zweite Band, hat mir im Gegensatz zu vielen Lesern, unglaublich gut gefallen, weil er einfach anders war. Beim dritten Band, hatte ich dann das Gefühl, dass die Autorin lieber wie geplant die Reihe hätte beenden sollen, weil es mir viel zu viele Längen hatte. Dafür sind wiederum vorher eher unscheinbare Charaktere tiefer mit ins Spiel gezogen wurden, was mir unglaublich gut gefallen hat und der Handlung noch einen gewissen Aufschwung verliehen hat.

Auch, wenn mir Mare nicht immer so gefallen hat, so kann ich diesem Charakter nur zugutehalten, dass sie sich selbst treu geblieben ist. Gerade im letzten Band hat sie sich in meinen Augen durch das Einhalten ihrer Entscheidungen wirklich gut ausgezeichnet. Cal ist für mich ein wenig in den Hintergrund gefallen, doch vielleicht geht es auch darum, dass eben nicht immer die Lovestory im Mittelpunkt steht, sondern es einfach um so viel mehr geht. Evangelina hätte ich gerne noch des Öfteren auf der Bildfläche gesehen, weil ich sie unglaublich interessant finde, dennoch hat mir das Bild hier auch so wirklich gut gefallen. Und Maven, so furchtbar dieser Mensch auch sein mag, hat einfach eine ganz besondere Faszination bei mir ausgelöst – schließlich hat er ja auch nicht minder zu dem schrecklichen Verlauf der Geschichte beigetragen. Allerdings kam auch eher ein bisschen kürzer, zu meinem Bedauern.

Strategisch statt emotional

Nicht nur Geschmäcker, sondern auch Empfindungen sind anders, deswegen kann ich hier natürlich nur für mich sprechen. Doch vor allem im letzten Band hatte ich das Gefühl, das samt der Lovestory & Co. auch generell die Emotionen etwas in den Hintergrund gerückt sind und der Fokus mehr auf dem Geschehen selbst lag. An der einen oder anderen Stelle hat es zwar dafür gesorgt, dass ich nicht so ganz mit dem Herzen bei der Sache war, wobei ich trotzdem zugeben muss, dass ich diese Wahl der Autorin sehr gut finde. Denn mit in einer Rebellion, die für alle Menschen alles verändern kann, sollte es wohl auch einfach nicht vorrangig um das Wohl einzelner gehen.

Dafür hat sich Victoria Aveyard wirklich ins Zeug gelegt und ist die Handlung strategisch angegangen. Welche Seite zieht am besten welche Verbündete mit zu sich ins Boot? Und wie? Denn nicht alles kann durch arrangierte Ehen geklärt werden und so nimmt alles seinen Lauf. Stellenweise ging es ziemlich brutal voran, dafür aber auch authentisch. Und auch, wenn der vierte Band nicht mein Liebling ist, so finde ich es gut, wie die Autorin die Reihe hat wachsen und sich entwickeln lassen. Wobei ich auch im Nachhinein dabei bleibe, dass man aus den letzten beiden Bänden auch einen hätte machen können.

Mit Wütender Sturm hat Victoria Aveyard ihre beliebte Reihe Die Farben des Blutes nun enden lassen und trotz Höhen und Tiefen muss ich meinen Hut ziehen. Mir hat die Atmosphäre von den ersten beiden Bänden definitiv besser gefallen, trotzdem ich die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere sehr interessant fand und auf jeden Fall nachvollziehen kann, wieso so viele Leser so hellauf begeistert sind.

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