Rezension | Die Sprache der Dornen von Leigh Bardugo

Rezension | Die Sprache der Dornen von Leigh Bardugo

Titel: Die Sprache der Dornen  |  Originaltitel: The Language of Thorns  |  Autor: Leigh Bardugo  |  Übersetzer: Michelle Gyo  |  Verlag: Knaur  |  Erscheinungsdatum: 01.10.2018  |  Seitenzahl: 288

Sechs Winternachtgeschichten aus der Welt der ‚Krähen‘ von SPIEGEL-Bestsellerautorin Leigh Bardugo

Hungrige Wälder, magische Künste und schreckliche Geheimnisse: In der Welt von Kaz Brekker und seinen ‚Krähen‘ erzählt man sich in langen Winternächten gern Geschichten voller dunkler Versprechungen. Sechs davon sind hier zusammengetragen und werden von aufwendigen Illustrationen zum Leben erweckt. Von der Meerjungfrau, deren Stimme furchtbare Stürme heraufbeschwört, über eine alte Kräuterfrau, die viel mehr ist als sie scheint, bis zum hässlichen Fuchs, der sich beim falschen Mädchen einschmeichelt: Diese märchenhaften Erzählungen sind ein Muss für alle Fans der ‚Krähen‘ und Grisha.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Auch, wenn ich leider lange noch nicht alle Bücher von Leigh Bardugo kenne, so habe ich doch schnell für mich entdeckt, dass ich mich in ihrem Stil und ihren Geschichten sehr verlieren kann. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass diese Ausgabe es zu Knaur geschafft hat, da mir bereits die illustrierte Ausgabe von Die Legenden der besonderen Kinder von der Aufmachung her dort unglaublich gut gefallen hat.

Optisch ein Traum

Ich weiß, dass es natürlich auf die Geschichte ankommt, doch hier muss ich wirklich die Gestaltung hervorheben, da sie mein Lesevergnügen noch mehr gesteigert hat. Denn nicht nur der Einband ist wunderschön und qualitativ hochwertig – jede Geschichte hat ihre eigenen Illustrationen, die sich im Fortlauf der jeweiligen Geschichte immer mehr vervollständigen und ein ganzes Bild ergeben. Es fängt nicht nur die ganz besondere Atmosphäre der Geschichten ein, sondern lädt dazu ein, alles in sich aufzunehmen und einen Moment sacken zu lassen.

Und obwohl ich in der Regel kein großer Fan von Kurzgeschichten bin, habe ich mich wahnsinnig doll auf diese Neuerscheinung gefreut und kann gleich vorweg sagen: meine Erwartungen wurden übertroffen!
Märchengleich werden hier düstere und tiefsinnige Geschichten erzählt, die zum Nachdenken anregen und zum Träumen einladen. Eine perfekte Mischung, die nicht besser hätte gelingen können. So kann ich mich nicht einmal wirklich auf einen Liebling einigen, sondern sie alle nur empfehlen – jede Geschichte spricht etwas ganz Besonderes an und geht mit einem enormen Feingefühl an die Thematik heran.

Die Sprache der Dornen

Vorwissen nicht unbedingt nötig!

Einige schrecken ja doch vor diesem Schmuckstück zurück, aus Angst, nicht viel mit den Geschichten anfangen zu können, wenn man noch nicht alle Bücher der Autorin kennt. So mag es bestimmt so sein, dass einem einige Parallelen „fehlen“, aus eigener Erfahrung kann ich hier aber alle beruhigen – denn auch ich kenne wie oben schon erwähnt die meisten Bücher der Autorin leider noch nicht und habe dennoch jede einzelne Seite genießen können.
Wenn euch das Buch und die Welt von Leigh Bardugo also anspricht, greift unbedingt zum Buch!
Vielleicht ist es ja auch eine gute Alternative, durch die Kurzgeschichten mal in den Stil reinzuschnuppern und ein paar Ausschnitte der Welt zu entdecken.

Wie nicht anders zu erwarten bin ich restlos begeistert – die Aufmachung, die Umsetzung, einfach alles.
Ich musste wirklich an mich halten, um nach jeder beendeten Geschichte eine kurze Pause einzulegen, um das Gelesene erst einmal verarbeiten zu können. Der Schreibstil und die Geschichten selbst üben aber gleichzeitig solch eine Sogwirkung aus, dass man sich am liebsten gar nicht mehr davon trennen würde.

Die Sprache der Dornen

Und auch mit Die Sprache der Dornen kann Leigh Bardugo mal wieder in voller Linie überzeugen.
Trotz meiner nicht unbedingt großen Begeisterung für Kurzgeschichten war ich absolut gefesselt von den märchenhaften Geschichten. Mit einem einnehmenden Schreibstil und wundervollen Illustrationen wird dieses Buch zu einem Schmuckstück, das ich jedem nur empfehlen kann – vor allem auch perfekt für die kalte Jahreszeit!

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