Rezension: Uns gehört die Nacht / Jardine Libaire

Rezension: Uns gehört die Nacht / Jardine Libaire

Titel: Uns gehört die Nacht  |  Originaltitel: White Fur  |  Autor: Jardine Libaire  |  Übersetzer: Sophie Zeitz  |  Verlag: Diogenes  | Erscheinungsdatum: 25.07.2018 | Seitenzahl: 464

Als Elise Perez an einem trostlosen Winternachmittag in New Haven den Yale-Studenten Jamey Hyde kennenlernt, ahnt keiner, dass hier und jetzt ihrer beider Schicksal besiegelt wird. Was als obsessive Affäre beginnt, wird zu einer alles verändernden Liebe. Doch Elise ist halb Puerto-Ricanerin, ohne Vater und Schulabschluss aufgewachsen, und Jamey der Erbe einer sagenhaft reichen Familie von Investmentbankern. Wie weit sind sie bereit zu gehen?

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars.

Reine Liebesgeschichten reizen mich ja doch meist eher nicht so, hier war ich aber einfach unglaublich interessiert aufgrund der Aufmachung. Nicht nur, dass mich der Diogenes Verlag bisher immer mit seinen Büchern überraschen konnte, die Andeutung einer Tragödie im Klappentext hat meine Neugier entfesselt.

Vom Leben, das meistens nicht so einfach ist

Ohne großen Vorlauf treffen Elise und Jamey aufeinander – was hier anfänglich unscheinbar wirkt, gewinnt nach und nach mehr an Bedeutung. Jede Seite schmückt die neue Situation mit mehr Details und haucht den beiden jungen und so unterschiedlichen Protagonisten Leben ein.
Wahrlich prallen hier Welten aufeinander und anfänglich habe ich schnell den Eindruck gewonnen, dass sich diese Geschichte in eine Richtung entwickelt, die mir so gar nicht zusagt.
Dennoch war ich einfach fasziniert und konnte mich kaum lösen, stetig mit der Erwartung, dass hinter jeder Ecke das Grauen wartet.

Auch, wenn mir die Annäherungen von Elise und Jamey zuerst ein wenig komisch vorgekommen sind, so waren sie dennoch sehr authentisch. Weder wird das vorherige Leben des einen, noch des anderen besonders beleuchtet – es ist viel eher der Moment, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und etwas neues schafft, dass nur die beiden miteinander teilen.

Eine Geschichte, voller versteckter Emotionen

Dadurch, dass mir die Verbindung zwischen den beiden am Anfang ein wenig distanziert vorkam, hatte ich einfach nur Angst vor dem großen Knall, der alles zerstören würde.
Doch mit jedem weiteren Kapitel hat sich hier eine Liebe entwickelt, die von Außenstehenden nicht gerne gesehen wird, aber scheinbar einfach vorbestimmt war.
„Liebe auf den ersten Blick“ bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.
Das ganze Verhältnis zwischen Elise und Jamey hat mir unglaublich gut gefallen und mich immer mehr gefangen genommen – eine Lovestory, die das Leben schreibt.

Doch wir wissen alle – der Schein kann schnell trügen und so ist meine Angst immer größer geworden.
Was die Autorin hier zum Schluss für ihre Leser bereitgehalten hat, habe ich wirklich nicht erwartet und hat mich vollkommen aus der Bahn gerissen.
Eine emotionale Achterbahnfahrt und eine Geschichte, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Jardine Libaire konnte mich mit Uns gehört die Nacht nicht nur überraschen, sondern vor allem auch überzeugen. Eine mitreißende Geschichte, die jede Seite ein bisschen mehr an Bedeutung gewinnt und zu einem Schauspiel wird, von dem man sich nicht einmal lösen könnte, wenn man es wollte.
Eine ganz klare Leseempfehlung!

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3 comments found

  1. Huhu jill,
    Ich finde das hört sich gabz großartig an. Die Aufmachung der Bücher ist irgendwie bei diogenes immer das was mich abschreckt. Aber ich schätze ich muss endlich über den Tellerrand blicken und dieses Buch ist eine von vielen das sich einfach toll anhört.

    Ich sollte dem verlag einen Besuch auf der fbm abstatten. (:

    Tolle Worte !

    Alles Liebe Nessi <3

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