Rezension

Sunshine Girl. Die Heimsuchung / Paige McKenzie

Und falls es scheint, als würde ich das Wort gruselig überstrapazieren, dann liegt das nicht daran, dass ich keinen Zugang zu einem Thesaurus hätte wie alle anderen mit einem Smartphone, sondern daran, dass es einfach kein anderes Wort so gut trifft.

sunshinegirlVerlag: arsedition
Erscheinungsdatum: 18.08.2016
Seitenzahl: 336
Altersempfehlung: ab 14

Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag zieht Sunshine mit ihrer Mutter Kat vom sonnigen Texas ins verregnete Washington. Obwohl Sunshine adoptiert ist verbindet sie mit ihrer Mutter ein besonders enges Band – sie ist ihre beste Freundin und engste Vertraute. Doch von dem Moment an, in dem die beiden in ihr neues Haus gezogen sind, weiß Sunshine, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist.
Die Welt ist dunkler und kälter geworden und auch wenn ihre Mutter Kat, die voll und ganz von ihrem neuen Job im Krankenhaus in Beschlag genommen ist, es nicht wahrhaben will: Etwas an ihrem neuen Zuhause fühlt sich einfach nur gruselig an. Und die Dinge werden immer merkwürdiger: Türen schließen sich von selbst, kalter Wind zieht durch geschlossene Fenster, nachts hört Sunshine Lachen und Seufzen – doch niemand glaubt ihr. Ihre Mutter und selbst ihre beste Freundin in Texas vermuten einfach nur einen schlimmen Fall von Heimweh.
Als die Geister immer bedrohlicher werden und Sunshine erkennt, dass Kat in großer Gefahr schwebt, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen – und ihre Mutter vor einem Schicksal bewahren, dass schlimmer ist als der Tod.

Oh, wie habe ich mich auf dieses Buch gefreut! Schon allein das Cover und der Klappentext hatten mich vor der Erscheinung schon ungemein angesprochen. Nun konnte ich mich noch ein wenig zügeln und habe es zeitig zum Halloween-Wochenende gelesen.

Sunshine ist ein wirklich toller Charakter, ein starkes sympathisches Mädchen, das sich zu helfen weiß. Und das obwohl man wirklich anmerken muss, dass ihr in dieser Geschichte viel zugemutet wird. Auch wenn ich mir das Ganze ein klein wenig anders vorgestellt hatte, so hat es den Kern doch gut getroffen und konnte halten, was der Klappentext versprochen hat.
Die Stimmung ist passend zum neuen Wohnort von Sunshine und ihrer Mutter von Anfang an sehr düster gehalten.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, doch hatte ich trotzdem das Gefühl, dass die Atmosphäre sehr gleichbleibend gehalten wurde, trotz Spannung und Nervenkitzel wurde man hier in einem stetigen Erzählfluss gehalten.

Man wusste zumeist eigentlich nicht mehr als die nichtsahnende Protagonistin, und das was man erfahren hat, hätte man ihrer Stelle auch eigentlich nicht wissen wollen 😉
Mir gefällt es immer gut, wenn in Geschichten etwas außergewöhnliches/“unnatürliches“ passiert, sich die Charaktere zwar wundern, vielleicht auch kurz daran zweifeln, doch letztendlich (und auch nicht nach allzu langer Zeit) sich ihrem Schicksal ergeben und damit versuchen klarzukommen.

Ich kann leider nicht genau beschreiben, woran es lag, doch konnte mich das Buch nicht ganz so sehr überzeugen, wie ich es erwartet hätte. Nichtsdestotrotz war es eine tolle Geschichte, mit gutem Gruselfaktor und genug Anreiz, das Buch schnell verschlingen zu wollen.
Ich hoffe einfach nur, dass mich die Fortsetzung mehr mitreißen kann.
Eine klare Leseempfehlung für alle, die ein auf ein wenig Nervenkitzel und Gruselgeschichten stehen 😉

LESEPROBE?          KAUFEN!

1 Comment

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: