Rezension

Wild Cards. Die erste Generation – Vier Asse / George R. R. Martin (Hrsg.)

Und tief in seinem Hirn, angeregt durch die gärende Endokrinsuppe, in der es schwamm, schwebte das Wild-Card-Virus über einer Zelle, hielt inne, pumpte seine außerirdische Botschaft in sie hinein und starb.

wildcardsVerlag: Penhaligon
Erscheinungsdatum: 27.06.2016
Seitenzahl: 768

Inhalt

Die erste Generation – man nannte sie Golden Boy, Turtle oder Captain Trips, und sie waren die Helden Amerikas …
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzt ein wahnsinniger Wissenschaftler einen schrecklichen Virus frei. Jetboy, der größte Pilot seiner Zeit, will das Schlimmste verhindern und tritt dem Wissenschaftler am Himmel über New York in einer epischen Luftschlacht entgegen. Doch der Wild-Cards-Virus ordnet den Lauf der Geschichte bereits neu und bringt seltsam veränderte Menschen hervor. Die Asse erinnern mit ihren übermenschlichen Fähigkeiten an Superhelden. Die Joker dagegen mussten die Verwandlung mit bizarren physischen Deformationen bezahlen. Doch ob Helden oder Schurken, ob gefürchtet oder bewundert, sie sind jetzt ein Teil der Gesellschaft – und die normalen Menschen müssen lernen, mit den Wild Cards zu leben.

Meinung

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Leseexemplars!
Für alle die sich jetzt denken „Wild Cards? Da gibt es doch schon eine Reihe?“:
Ja, ihr habt recht! Hierbei handelt es sich quasi um eine Spin-off-Reihe, bzw. der Vorgeschichte zu den bisherigen Büchern.Hier wird sich dem Ursprung des Wild-Cards-Virus gewidmet. Wie es auf die Erde kam, wie der Menschen darauf reagiert hat und wer der sagenumwobene Jetboy war.

Trotz dessen, dass ich die „Materie“ ja eigentlich schon ein wenig kenne, ist es mir nicht leicht gefallen, in diese Geschichte reinzukommen.
Denn auch wenn der große Name „George R. R. Martin“ auf dem Cover steht, ist er wirklich hauptsächlich der Herausgeber, mit vierzehn weiteren Autoren schreibt er alle Geschichten rund um die Wild-Cards.
Jetzt könnte man sich natürlich denken „Viele Köche verderben den Brei“ und ja…manchmal bekommt man wirklich das Gefühl. Es muss nicht unmittelbar so sein, bei der normalen Wild-Cards-Reihe hatte ich dieses Gefühl nicht so ausgeprägt.
Doch da mich hier der Schreibstil teilweise an Erfahrungsberichte der einzelnen Charaktere erinnert, wird es dem Leser nicht leicht gemacht, in den richtigen Lesefluss zu kommen.

Auch wenn es zum Teil sehr verwirrend werden konnte, ist es doch ungemein interessant, die verschiedenen Protagonisten kennenzulernen. Man erfährt immer mehr über das Wild-Card-Virus und wie unterschiedlich es die Menschen erreicht und verändert hat.
Wie einzelne zu großen Stars wurden, da sie ein Ass gezogen haben. Hoch hinaus sind, um dann manchmal nur umso tiefer zu fallen.
Wie zerstörend es für die anderen war, die den Joker gezogen haben und wie sich dadurch ihr Leben und sie selbst sich verändert haben.

Somit fand ich es zwar toll, Einblicke in den Ursprung zu gewinnen, werde aber diese Reihe nicht weiter verfolgen, da mir das Lesen wirklich zu anstrengend und manchmal auch nicht spannend genug war. Jedoch bin ich mir sicher, dass auch hier sich einige Fans finden werden.

2,5/5 Herzen
♥♥♥♥♥

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