Rezension: Demon Road. Finale infernale / Derek Landy

„Er ist ein Monster. Monster kann man nicht töten. Sie töten dich. So geht das.“

Demon Road

Titel: Demon Road. Finale infernale  |  Originaltitel: American Monsters  |  Autor: Derek Landy  |  Übersetzer: Ursula Höfker  |  Verlag: Loewe Erscheinungsdatum: 12.03.2018  |  Seitenzahl: 352  |  Altersempfehlung: ab 14  |  Weiter Bände: (1) Hölle und Highway ; (2) Höllennacht in Desolation Hill

***ACHTUNG***BAND 3***

Wenn ihr glaubt, ein Sonntagsausflug mit euren Eltern sei die Hölle, dann solltet ihr euch mal mit Amber unterhalten!
Amber Lamont ist die neue Stellvertreterin des Leuchtenden Dämons. In seinem Auftrag reist sie über die Demon Road, um die Tribute einzunehmen, die seine Anhänger ihrem Herrn schulden. Jetzt ist also sie auf der Jagd nach ihren Eltern, nicht mehr umgekehrt.
Aber Amber hat selbst noch einige Rechnungen offen. Und natürlich denkt sie nicht im Traum daran, bis ans Ende aller Tage einem so durchgeknallten Typen wie Astaroth zu dienen. Warum soll sie den Leuchtenden Dämon nicht noch ein letztes Mal reinlegen können? Schließlich hat sie in ihrer neuen Stellung uneingeschränkten Zugang zur Hölle …

Jeder, der mich ein bisschen näher kennt weiß, dass ich mit zu den größten Fans von Derek Landy zähle. Ich würde den Autoren wohl vom Fleck weg heiraten. Mit seiner ersten Reihe Skulduggery Pleasant hat er im Sturm mein Herz erobert, ich weiß gar nicht, was mir besser gefällt – der trockene schwarze Humor oder die Spannung, die einfach zum Greifen nahe ist. Mit Demon Road sollte nun eine ältere Zielgruppe angesprochen werden, die ersten beiden Bände haben mir schon wirklich gut gefallen, daher war ich umso gespannter, was das infernalische Finale für die Leser bereithält…

Und direkt landet man wieder zwischen Amber und Milo, eine Beziehung, wie sie passender nicht sein könnte. Es ist keine Lovestory, sondern einfach tiefsitzende Loyalität. Gerade auch die Gespräche zwischen den beiden lassen die Geschichte ein wenig aufleben und alles unterhaltsamer werden. Wobei ich leider gestehen muss, dass mir die humorvollen Momente aus den ersten beiden Bänden mehr zugesagt haben.
Ihre Mission ist teils immer noch die gleiche, Ambers Eltern müssen endlich aus dem Weg geschafft werden. Es scheint der Inhalt von Ambers Leben geworden zu sein, ganz neben der Sache mit der Verpflichtung als Stellvertreters des Höllenfürstens zu fungieren.

Der rote Faden der Story ist zwar ganz klar erkennbar, dennoch war dieser Band für mich wohl der schwächste – was allerdings nicht bedeuten soll, dass er mir nicht gefallen hat!
Aber auch, wenn die Szenen immer noch blutig und brutal waren, so haben mir doch die Horrorelemente aus dem ersten Band und die spannenden und emotionalen Szenen aus dem zweiten Band gefehlt. Jedoch musste ich auch hier, zum krönenden Abschluss die eine oder andere Träne vergießen und war oftmals geschockt, wie gnadenlos Derek Landy auf der Demon Road aufräumen kann.

„Es ist Natur, junge Frau. Der ewige Kreislauf des Lebens.“
„Wenn es der ewige Kreislauf des Lebens wäre, würde es mir ständig passieren. Aber das hier? Das wäre das erste Mal, dass ein kleines, pelziges Monster seine Eier auf mir ablegt. Es ist also kein ewiger Kreislauf des Lebens, sondern einfach nur eklig.“

Das alles hört sich nach mehr Kritik an, als es vielleicht eigentlich gemeint ist, ich muss an dieser Stelle aber auch sagen, dass meine Erwartungen an die Werke des Autors unglaublich hoch sind. Es gibt hier auch keine Enttäuschungen, einfach nur schwächere und stärkere Werke.
Die Story an sich ist einfach grandios und bringt Schwung in die Reihen der Jugendbücher, ob es nun um facettenreiche Gestaltungen der Charaktere, einen harten aber unglaublichen Humor oder um Spannung und Horror geht.
Bücher, die ich einfach immer nur empfehlen kann, zumindest, wenn man auf die oben genannten Punkte steht und vor allem auch Geschichten, die geschlechtsunabhängig begeistern können. Natürlich sollte man nie daran festlegen, allerdings kann ich es schon nachvollziehen, dass man lieber Bücher mit einem Charakter liest, mit dem man sich identifizieren kann. Die Charaktere hier haben alle ihre Macken und Fehler, sind aber unglaublich cool und offen.

Das Ende habe ich so an sich wirklich nicht erwartet, fand es aber auf jeden Fall gelungen. Es ist ein Abschied, der nicht von Dauer sein muss. Ganz vielleicht, treffen wir Amber ja irgendwann wieder und machen eine Spritztour über die Demon Road…

Demon Road
Quelle: Loewe Verlag / https://www.loewe-verlag.de/content-914-914/on_the_road/

Mit Finale infernale hat Derek Landy einen gewieften dritten Band der Reihe Demon Road geliefert, der, so anders er auch ist, einen passenden Abschluss bildet. Und ganz vielleicht wird es irgendwann auch ein Wiedersehen geben, auf das ich mich jetzt schon freue.
Bis dahin, passt auf euch auf und haltet euch von der Demon Road fern!

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AUCH REZENSIERT VON:  Alina Kunterbunt  |  Weltenwanderer  |  Mandys Bücherecke

5 comments found

  1. Liebste Jill,
    ich habe nicht ein Wort hiervon gelesen, weil ich keines der Bücher kenne. Aber ich MUSS einfach einen Kommentar schreiben, einfach weil ich deine Liebe zu diesem Autor so sehr feiere 😀 die Buchmesse war allein wegen dieser Eskapaden mein Highlight.

    Alles Liebe,
    deine Sarah

    1. Ach meine Sarah <3

      Ich befürchte, ich bin wirklich ein ganz schlimmes Fangirl...Stalker.
      Aber ich liebe den Autor, seine Art und vor allem seinen Humor einfach.
      Hach <3

      Liebe <3

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