Rezension | Der Eindringling von Laura Benedict

Rezension | Der Eindringling von Laura Benedict

Titel: Der Eindringling | Originaltitel: The Stranger Inside | Autor: Laura Benedict | Übersetzer: Ulrike Clewing | Verlag: Knaur | Erscheinungsdatum: 01.10.2019 | Seitenzahl: 448

Ein perfider Psycho-Thriller um einen wahr gewordenen Albtraum:
Stell dir vor, du kommst von einer Reise zurück, und dein Schlüssel passt nicht mehr ins Schloss deiner Haustür …

Die Schlösser ausgewechselt, ein Fremder im eigenen Haus, der behauptet, es von ihr selbst gemietet zu haben: Was wie ein böser Streich mit versteckter Kamera klingt, ist für Kimber Hannon erst der Beginn eines Albtraums. Denn bevor er sie von der Polizei vor ihrem eigenen Haus abführen lässt, zischt der Fremde Kimber etwas ins Ohr, das nur eines bedeuten kann: Er weiß etwas, das niemand sonst weiß. Etwas, das Kimber seit 25 Jahren zu vergessen versucht.
Dann soll sie plötzlich Geld vom Firmenkonto unterschlagen haben, und kurz darauf kommt die Nachbarin, die Kimber gebeten hatte, ein Auge auf ihr Haus zu haben, bei einem schweren Sturz ums Leben. Es wird nicht der einzige Unfall bleiben …
Wenn Kimber diesem Albtraum lebend entkommen will, bleibt ihr nur eins: sich einer schmerzhaften Wahrheit zu stellen.

»Der Eindringling« ist ein mitreißender psychologischer Thriller der amerikanischen Autorin Laura Benedict, die bereits für den Edgar und den ITW Thriller Award nominiert war.

Vielen Dank an den Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

Auch auf diese Geschichte war ich schon wahnsinnig gespannt und was soll ich sagen? Kaum angefangen, konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen!

Etwas holprig

Mal wieder ein ganz klarer Pluspunkt, ist dass die Geschichte nicht lange auf sich warten lässt und nach nur wenigen Sätzen ins Rollen kommt. Man ist mitten im geschehen und fühlt ich genauso überrumpelt wie die Protagonistin. Woran ich mich allerdings erst ein wenig gewöhnen musste , war der Schreibstil. Ich weiß nicht, ob es am Original liegt oder an der Übersetzung – es ist überhaupt nicht schlecht, hat sich für mich anfänglich aber ein wenig holprig gelesen, doch irgendwann ist es mir auch wesentlich weniger aufgefallen.

Was ich ganz besonders fand ist, dass Kimber nicht unbedingt eine Sympathieträgerin ist und dennoch fühlt man mit ihr. Ich glaube an ihrer Stelle wäre ich schon längst ausgeflippt, weshalb ich ihr teils impulsives Verhalten überhaupt nicht nervig, sondern einfach nur passend fand. Sie hat schon einige Entscheidungen in ihrem Leben getroffen, die ich mir für mich selbst so nie vorstellen könnte, die aber eben auch einfach ihren Ursprung haben. So zeigt Laura Benedict hier ganz klar auf, dass man mit jedem mitfühlen kann und gewisse Aspekte nicht im Vordergrund stehen.

Absolut bedrückend

Auch, wenn ich eine bedrückende Atmosphäre erwartet habe, so hätte ich mich auf dieses Ergebnis wohl gar nicht vorbereiten können. Die ganze Geschichte ist so verstrickt und verstörend, dass ich stellenweise richtig Herzrasen bekommen habe. Es ist so unvorstellbar sich selbst in einer Situation wiederzufinden, wo einem einfach alles entgleitet und man scheinbar gar keinen Halt mehr findet. Auf der anderen Seite wird hier alles so detailliert in Angriff genommen, dass man gar nicht anders kann, als es sich auch für sich selbst vor Augen zu führen.

Natürlich gab es auch ein paar Wendungen, die nicht sooo überraschend waren, doch das Gesamtkonzept hat mich auf jeden Fall umgehauen. Bei der Auflösung war ich wirklich überrascht und wäre nie darauf gekommen. Gerade auch die verschiedenen Zeitebenen und die vielen Geheimnisse sorgen aber auch dafür, dass man sich gar nicht nur auf eine Richtung fokussiert, sondern das Gefühl bekommt, von allen Seiten angegriffen zu werden und niemanden trauen zu können.

Laura Benedict ist mir mit Der Eindringling direkt unter die haut gegangen. Eine Geschichte, die unglaublich verstörend ist und mich noch beschäftigt und wachgehalten hat, als ich das Buch bereits zur Seite gelegt habe. Vom Schreibstil war ich zwar zuerst nicht ganz so überzeugt, doch die Story an sich hat es auf jeden Fall in sich!

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3 comments found

  1. Huhu Jill!
    Ich bin ja immer auf der Suche nach solchen mitreißenden Büchern, und das hier scheint mir genau so ein Fall zu sein. Ich werd es mir also eindeutig notieren müssen, damit ich mich ebenfalls in diese bedrückende Atmospähre begeben kann. 🙂

    Liebste Grüße!
    Gabriela

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