Rezension

Rezension: Infiziert / Teri Terry

Nie, nie wieder werde ich eine Nummer sein.
ICH BIN CALLIE!

Verlag: Coppenrath
Erscheinungsdatum: 01.07.2017
Seitenzahl: 464
Altersempfehlung: ab 14

Unaufhaltsam schleicht sich der Tod von Haus zu Haus, von Stadt zu Stadt und selbst wenn er dich verschont, wirst du nie wieder sein, wie zuvor.
Shay ist schockiert, als sie die 12-jährige Callie auf einer Vermisstenanzeige wiedererkennt. Vor über einem Jahr ist sie dem Mädchen begegnet und dabei offenbar Zeugin einer Entführung geworden. Zusammen mit Callies Halbbruder Kai macht sie sich auf die Suche – nicht ahnend, welche Katastrophe bereits auf das ganze Land zurollt. Denn Callie wurde nicht nur entführt, sondern als Forschungsobjekt missbraucht. Und der Erreger, mit dem das Mädchen infiziert wurde, breitet sich nun in Großbritannien aus.
Als auch Shay plötzlich Symptome der tödlichen Krankheit zeigt, beginnt für sie und Kai ein Wettlauf gegen die Zeit …

Auch wenn ich mit der Autorin noch nicht so ganz zusammengefunden habe, hatte mich der Klappentext von ihrem neuen Buch gleich unsagbar neugierig gemacht! Und dann habe ich es tatsächlich vom Verlag zugeschickt bekommen – vielen Dank dafür!

Gleich der Anfang ist erschreckend und verstörend, doch auch unglaublich spannend!
Aus verschiedenen Perspektiven erfährt man, wie die „Katastrophe“ sich ausbreitet und welchen Ursprung sie hat.
Denn nicht nur die mysteriöse Verbindung zwischen Callie, Shay und Kai sorgt für Neugierde, sondern vor allem die Verbreitung eines tödlichen Virus, der scheinbar kein Halt macht und geradezu durch die Bevölkerung rast.
Bei den Protagonisten findet man Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was einerseits für eine gute Abwechslung sorgt, andererseits aber auch teilweise für einen „gebrochenen“ Lesefluss bei mir gesorgt hat.
Callie hat für ihr Alter schon Dinge erlebt, an denen andere längst zerbrochen wären. Hin und hergerissen zwischen ihrem großen Wunsch nach Rache und ihrem kindisch-störrischem Verhalten sorgt sie für viel Trubel – jedoch fand ich ihre Gedanken noch am nachvollziehbarsten.
Shay, mit ihrer außergewöhnlichen Intelleginz lebt er für sich allein. Versucht sich aber in neue Situationen einzubringen und diese zu lösen, auch wenn es dabei manchmal eher um ihr eigenes Wohl geht.
Kai ist der typische Draufgänger mit kleinem Aggressionspotenzial, allerdings auch sehr emotional und loyal.
Zusammen ergibt sich hier ein wirklich außergewöhnliches Gespann, bei dem man gerne mitfiebert, voller Mitgefühl, Stärke und purem Lebenswillen.

„Bitte geh“, bettle ich. „Bevor es zu spät ist.“
„Nein. Nie im Leben.“

Dennoch hatte ich zwischenzeitlich immer mal kleine Probleme beim Lesen, nicht nur die verschiedenen Perspektiven und Ansichten sorgen für ein „Durcheinander“, an 1-2 Stellen hatte ich das Gefühl, ich hätte Kapitel überlesen. Kurz vorher war noch GAR NICHTS und dann auf einmal….naja, war die Hölle los.
Teri Terry konnte mich mit dieser Geschichte und ihrem Schreibstil bisher am ehesten begeistern.
Auch wenn es für mich persönlich schon wieder „zu viel“ war, zu abgedreht.
Das ist sicherlich Geschmackssache, doch ich denke in manchen Dingen, ist weniger halt doch mehr.
Was ich aber sehr geschätzt habe, ist das nicht alles verschönt wurde. Wenn die Welt am untergehen ist, dann ist nun einmal nicht alles „Friede, Freude, Eierkuchen“ und das setzt sie in ihren Werken wirklich gut um.

All die Menschen hier haben es nicht besser verdient.
So viele Menschen.
Sie schreien vor Schmerzen, manche weinen einfach nur. Qual und Leid übertragen sich von den Kranken auf den Raum und lassen ein neues Wesen entstehen, das wächst und wächst, während die Menschen immer kleiner und nichtiger werden.
Nur ein paar haben Glück. Die rühren sich nicht mehr. Die sind tot.

Trotz vieler Kritikpunkte, konnte mich Teri Terry doch mit ihrer Story überzeugen. Ich habe endlich das Gefühl, einen Draht zu ihrem Schreibstil und ihren Umsetzungen zu finden und sehe auf jeden Fall unglaublich viel Potenzial in diesem Auftakt, auch wenn dieser noch lange nicht erschöpft ist.
So würde ich das Buch aber trotzdem weiterempfehlen und freue mich auf die Fortsetzung, denn es bleibt einfach zu viel offen, als das man nicht ungemein neugierig zurückbleiben würde!

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5 Comments

  1. Hallo Jill,

    danke für die Verlinkung! Und schade, dass dich das Buch nicht so begeistern konnte G Ich kann deine Kritikpunkte zwar nachvollziehen, gerade zu Beginn war es ja schon ein kleines Durcheinander, aber mir selbst hat genau das total gut gefallen 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Liebe Nicole,
      Sehr gerne!
      Es freut mich, dass es dir so gut gefallen hat – Geschmäcker sind ja zum Glück unterschiedlich!
      Nichtsdestotrotz hat es mir von ihren bisherigen Werken am meisten zugesagt und somit fiebere auch ich der Fortsetzung entgegen 😉

      Liebste Grüße ❤ Jill

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