Rezension

Rezension: Snow. Die Prophezeiung von Feuer und Eis / Danielle Paige

Denn niemand verstand wirklich, wie es sich anfühlte mit diesem Zorn und Schmerz zu leben, wie Feuer und Eis tief im eigenen Inneren. Niemand außer uns.

Verlag: Thienemann
Erscheinungsdatum: 19.09.2017
Seitenzahl: 400
Altersempfehlung: ab 13

Algid, ein Reich aus Eis und Schnee, ist Snows wahres Zuhause. Hier soll sie ihre eigentliche Bestimmung annehmen und das Land aus den frostigen Ketten König Lazars befreien. Snow, jahrelang in der Menschenwelt festgehalten, fällt es schwer, ihren Auftrag und ihre magischen Fähigkeiten zu akzeptieren. Durch Jagger und Kai, die sich beide um sie bemühen, erfährt sie die Geheimnisse von Algid und seinen Bewohnern. Doch Snows Herz gehört eigentlich schon Bale – dem sie ihre Flucht verdankt und den sie jetzt verzweifelt sucht …

Auch eine der Neuerscheinungen, auf die ich mich schon wirklich lange gefreut habe, da mich Dorothy Must Die von der Autorin schon sehr begeistern konnte!
Ich hatte mal wieder unglaublich viel Glück und habe das Buch im Zuge einer Leserunde gewonnen, vielen lieben Dank an Lovelybooks und den Thienemann Verlag.

Ich hatte bereits vor dem Lesen schon einige Kritik über das Buch gehört, woltte mir aber unbedingt selbst ein Bild davon machen, gerade über die Leserunde und den Austausch nach den einzelnen Abschnitten, reflektiert man doch meistens noch ein bisschen mehr. Zumindest geht es mir immer so.
Ich persönlich fand den Einstieg wirklich interessant, weil alles so ganz anders beginnt, als man es sich vorgestellt hat. Snow selbst ist eine gebrochene Persönlichkeit, zweifelt an sich selbst und weiß nicht genau, wo ihr Platz sein soll. Im weiteren Verlauf bricht unglaublich viel über sie hinein, jedoch ohne, dass sie dadurch eine große Entwicklung durchmacht. Ich weiß, dass so etwas bei vielen Lesen negativ aufstößt, doch ich fand es in ihrer Situation eher authentisch.

Die Geschichte nimmt relativ schnell an Fahrt auf und ist dann kaum noch zu bremsen. Es passiert so unglaublich, wirklich unglaublich viel, dass man kaum noch hinterherkommt und dadurch leider auch der Tiefgang in der Geschichte verloren geht. Es ist einfach zu viel und zu schnell. All die Handlungen, die sich hier abspielen hätten mehr Seiten zum ausschweifen, wenn nicht sogar einen nächsten Band benötigt.
Dadurch ist es mir erst einmal schwer gefallen,wirklich den Faden zu behalten und in der Geschichte ankommen zu können. Nach knapp der Hälfte gibt es allerdings einen Szenenwechsel, der mir sehr gut gefallen hat, der zwar auch viele neue Aspekte aufgebracht, aber zeitgleich auch für ein gewisse Ruhe gesorgt hat.

Ihr seid genervt von Dreiecksbeziehungen? Na dann probiert es doch mal mit einem weiteren Mitspieler aus…
Tatsächlich treffen hier drei Kandidaten auf die Protagonistin. DREI.
Dennoch gehört ihr Herz eigentlich dem einen Wahren, den…nunja, man als Leser nicht wirklich kennenlernt und bei dem dadurch schwer fällt sich selbst für ihn zu erwärmen. Es könnte alles sicherlich romantischer gestaltet sein. Am Anfang dachte ich einfach noch eher an eine unglaublich große Verbundenheit dem einen gegenüber…aber ach. Es war halt doch schon ein wenig verwirrend, gerade weil ich explizit für einen echt große Sympathie entwickelt habe.

„…Je mehr Böses man sieht, umso grenzenloser erscheint es einem, das gilt wahrscheinlich auch für das Gute, doch davon ist mir noch nicht so viel untergekommen.“

Zum Ende hin wurde es immer besser und die letzten Seiten waren einfach grandios, wenn auch teilweise ein bisschen zu stark aufgetragen. Es gab viele Enthüllungen und auch einige Fragen wurden endlich beantwortet.
Ich war gerade so richtig drin und dann war es aus. Tja, ich kann euch leider nicht einmal genau sagen, ob es eine Fortsetzung geben wird, dem Ende nach kann ich es aber nur hoffen, alles andere wäre Quälerei!
Jedoch konnte das einfach nicht mehr das ganze Buch aufwerten. Die Idee war grandios, doch bei der Umsetzung ist die Autorin mit ihren vielen Ideen einfach ein bisschen an der Umsetzung gescheitert, was wirklich schade ist.
Ich weiß, dass andere mit der durchweg eher negativen Stimmung nicht gut umgehen konnten, was ich zwar nachvollziehen kann, mir aber nicht genauso erging. Für mich persönlich muss nicht alles rosig verlaufen, gerade düstere und schwermütige Geschichten bleiben mir manchmal länger im Gedächtnis.

Eine unglaublich interessante Story mit einer atemberaubenden Ideenvielfalt. Leider war es einfach zu viel Input für zu wenig Seiten, dass einem oftmals die Nähe und der Tiefgang gefehlt haben. Ebenso konnten so manche Handlungen nicht wirklich nachvollzogen werden.
Wer auf eine düstere Stimmung und ein schauriges Wintermärchen steht, könnte hiermit aber eine nette Unterhaltung für die weiße Jahreszeit finden!

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4 Comments

    1. Huhu Sunniy,

      ich hoffe, dass das Buch mittlerweile gut bei dir angekommen ist und dir gefallen wird!
      Viel Spaß beim Lesen 🙂

      Liebste Grüße <3 Jill

  1. Huhu Jill,

    das Buch liegt hier auch schon auf meinem TBR Pile und muss unbedingt gelesen werden. Ich bin mittlerweile aber auch sehr verunsichert von den ganzen Meinungen, die ich bisher gelesen habe. Von Dorothy Must Die hatte ich bisher auch nur gutes gehört, deshalb finde ich es so schade für Snow. Ich bin sehr gespannt, was ich letztendlich sage.

    Liebst,
    Jule

    1. Huhu Jule <3

      Ja, leider ist das Buch nicht auf ganz so viel Begesiterung gestoßen...aber Geschmäcker sind unterschieldich und hoffentlich wird es dir gefallen! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!
      Dorothy Must Die kann ich weiterhin nur empfehlen 🙂

      Liebste Grüße <3 Jill

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