Rezension

Rezension: Throne of Glass. Erbin des Feuers [Heir of Fire] / Sarah J. Maas

„Du weißt nicht, was ich von dir will?“ Das war mehr ein Aufschrei als eine Frage. „Wie wär’s damit: die Welt vor dem König von Adarlan retten?“
„Warum denn? Vielleicht ist es die Welt gar nicht wert, gerettet zu werden.“
Sie wusste, dass er das genauso meinte. Diese leblosen Augen sprachen Bände.

Verlag: dtv / Bloomsbury  |  Erscheinungsdatum: 23.10.2015
Seitenzahl: 656  |  Altersempfehlung: ab 14
Weitere Bände: (1) Die Erwählte ; (2) Kriegerin im Schatten

***ACHTUNG***BAND 3***
Von den Salzminen Endoviers über das gläserne Schloss in Rifthold bis nach Wendlyn – ganz gleich, wohin Celaenas Weg führt, sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen und dem Geheimnis ihrer Herkunft. Einem Geheimnis, das alles – ihre Gegenwart und ihre Zukunft – für immer verändern wird.

Da unsere Londontour immer näher rückt, und ich mich bei der Lesung von Sarah J. Maas zu Tower of Dawn nicht gänzlich spoilern lassen wollte, habe ich mir endlich die nächsten ToG Bände vorgenommen. Wieso ich damit so lange gewartet habe? Das kann ich leider nicht beantworten und gerade nach dem Lesen erst Recht nicht verstehen…

So wie Sarah J. Maas es auch schon bei ihrer ACOTAR Reihe geschafft hat, gibt es auch hier ein großen Umbruch. Die Bücher steigen und entwickeln sich mit all ihren Charakteren so sehr, dass immer noch ein Stück darüber hinauswächst.
Doch gerade hier landen wir nicht nur in einem neuen Teil der Welt, sondern man lernt so unglaubliche neue Charaktere kennen, dass man kaum noch zum Luftholen kommt,
Endlich, ENDLICH durfte ich Manon kennenlernen und glaubt mir, man lechzt gerade zu nach jedem Kapitel über sie und das Volk der Ironteeth. Na klingelt da was? Vielleicht eher beim Namen Baba Yellowlegs?
Wem sich bei dieser guten Frau schon die Nackenhaare aufgestellt haben, darf nun einen Hauch vom ganzen Ausmaß kosten. MANON BLACKBEAK. Ich sterbe einfach für diesen Charakter!

Und obwohl es nun schon zehn Jahrzehnten mit ihrem langen Leben vorbei war, löste dieses Bedauern ein unglaubliches Gefühl von Schwere und Sterblichkeit in ihr aus.

Aber auch Celaena, wie sie leibt und lebt, macht unglaubliche Schritte. Eine Entwicklung die sie durchmachen muss, ein Tief, aus dem sie einen Weg finden muss und Entscheidungen, denen sie sich stellen muss. Und nun ist es an der Zeit für sie, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und einem alten, fast vergessenen Teil in ihr Platz zu machen.
Ich hatte noch nie ein Problem mit ihr und finde ihre Stärke einfach nur bewundernswert, menschlich. All die Verluste und das Leid sollten eigentlich zu viel für einen Menschen sein.
Doch sie bringt die Story immer wieder ins Rollen und überzeugt mit ihrem Einfallsreichtum.

„Du hast mich allein gelassen“, sagte sie noch einmal. Vielleicht lag es nur an dem blinden Schrecken vor dem Abgrund, der sich wieder um sie herum auftat, aber sie flüsterte: „Ich habe niemanden mehr. Niemanden.“

Parallel dazu halten Chaol und Dorian die Stellung in Adarlan, sodass man überall auf dem Laufenden gehalten wird.
Anfänglich war ich wirklich hin und hergerissen, da Chaol in meinen Augen Glanz verloren hat und Dorian in mir einfach nur tiefste Trauer auslöst. Doch auch hier geht es genauso spannend einher, wie bei allen anderen Mitspielern.

Alles entwickelt sich weiter und man weiß nie genau, was einen erwartet. Die Autorin schafft es immer wieder, alle Facetten ihrer Charaktere zu beleuchten und neue Verknüpfungen herzustellen.
Aber auch hier finden sich viele Umbrüche. Etwas Neues beginnt und darauf muss man sich wohl einlassen können.
Was ich aber nur allzu gern getan habe! Definitiv anders, als die Vorgänger, doch für mich einfach nur noch komplexer und ein Einstieg in etwas absolut Phänomenales!
Das ganze Setting und Worldbuilding ist großartig! Es umfasst unglaublich viele Eigenschaften, Arten, Emotionen, Welten und ach…lest es.

Die ersten beiden Bände hatten mir schon wirklich zugesagt, doch gerade mit Erbin des Feuers beweist Frau Maas wieder mehr Einfallsreichtum. Die ganzen Verstrickungen und Verwirrungen überraschen mich immer wieder und können mich in Atem halten.
Ganz davon abgesehen, dass sich Manon und Abraxos tief in mein Herz geschlichen haben und da so schnell auch nicht wieder rauskommen werden.
Ich kann in dieser Reihe gerade total aufgehen und mache ich sofort an den nächsten Band!

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7 Comments

  1. Hello 😉

    Eine wundervolle Rezension. Der dritte band hat es aber auch in sich. Neue Länder, neue Charaktere und viel viel Spannung
    Manon hat es mir auch ziemlich angetan gehabt hihi
    Aber auch Rowan und Aelin in Kombination sind einfach….explosiv ?!?;)
    Es freut mich soooo sehr das du die Reihe nun endlich in Angriff genommen hast hihi
    Aber wer ne manon Kerze kauft ne, muss auch wissen wer die gute ist 😉 hihi

    Drück dich

    1. Huhu meine Liebe <3

      Vielen lieben Dank! :-*
      Hach, nachdem ich den vierten band gelesen habe, verblasst dieser zwar ziemlich 😀 Aber ich fand es trotzdem stark! So viele Veränderungen einfach!
      Weil Manon einfach eine Wucht ist! Ich liebe, liebe, liebe sie einfach. Hach <3
      Und die Kerze *.* Ebenso ein Traum!

      Drück dich <3 Jill

  2. Hallo liebe Jill,

    Ich habe die ersten beiden Teile auch zu Hause stehen, einmal auf Englisch und einmal auf Deutsch. Damals, als der Maas Hype so richtig los ging, habe ich mir neben ACOTAR und ACOWAR auch direkt die beiden ersten Teile von Throne of Glass gegönnt, allerdings muss ich echt sagen, dass ich mit Sarah J. Maas nicht so wirklich was anfangen kann, in vielerlei Hinsicht.

    Eure Lobeshymnen und eure Begeisterung bezüglich dieser Bücher macht mich aber tatsächlich neugierig. Hier scheiden sich ja auch die Geister. Viele mögen die Bücher ja gar nicht und verurteilen sie ja geradezu aufgrund irgendwelcher Sachen, die passieren oder nicht passieren und bezüglich der Wortwahl, die Sarah J. Maas teilweise nutzt, andere wiederum vergöttern diese Bücher ja regelrecht.

    Ich bin mal gespannt, ob ich irgendwann ebenfalls zu den Büchern greifen werden, wenn ja, wahrscheinlich eher nicht in naher Zukunft. High Fantasy ist ohnehin nicht gerade mein liebstes Genre. Wenn ich noch mehr Rezensionen zu diesen Büchern lese allerdings, werde ich wohl früher als später selbst damit beginnen haha

    Liebste Grüße
    Ivy

    1. Huhu Ivy,

      ach das kenne ich, manchmal greift man einfach zu schnell zu.
      Auch wenn ich ihre Bücher liebe, weiß ich natürlich, dass Geschmäcker unterschiedlich sind.
      Ich kann auch schlecht einschätzen, wie und ob dir die Bücher gefallen würden. Wahrscheinlich müsstest du dich erst einmal durch den Anfang „kämpfen“. Bei der ACOTAR Reihe geht es ja eigentlich erst bei dem zweiten Band los und bei ToG könnte ich mir vorstellen, dass du die gleichen Charaktere liebst, wie ich. Die kommen aber leider erst ab Band drei und im vierten auch erst richtig zum Zug.
      Die Sprache ist schon ein bisschen derber, aber die Zielgruppe ist ja auch eigentlich nicht ab 12, ich mag sie sehr gerne.
      Die vielen Verrisse, die es gab, verurteile ich eher, weil da für mein Empfinden etwas reininterpretiert worden ist, was so nicht war, und ich selbst bin da eigentlich nicht so unempfindlich.
      Aber wie schon gesagt, Geschmäcker und Empfindungen sind unterschiedlich.

      Falls du mal zu den Büchern greifen solltest, bin ich auf jeden Fall sehr gespannt auf deine Meinung 😉

      Liebste Grüße <3 Jill

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