Rezension | Layla und das Biest, das sterben möchte

Rezension | Layla und das Biest, das sterben möchte

Titel: Layla und das Biest, das sterben wollte |  Autor: Asato Konami  |  Übersetzer: Verena Maser  |  Illustrator: Eziwa Saita  |  Verlag: Cross Cult / Manga Cult  |  Erscheinungsdatum: 16.10.2018  |  Seitenzahl: 192

Ich habe dich endlich gefunden. Du bist der Engel mit den blauen Augen. Du wirst mich … töten.

Aaron ist ein Therianthrop, halb Mensch, halb Tier. Von Menschen gefangen und zum Mörder ausgebildet, bringt er den Tod, wohin er auch geht. Allein sein geliebtes Kinderbuch über einen Engel mit blauen Augen spendet ihm Trost und Hoffnung. Als Laylas Eltern von Aaron getötet werden, schwört sie Rache. Doch Aaron glaubt, in ihr den Engel aus seinem Buch gefunden zu haben. Er verspricht, Layla in die Kunst des Tötens einzuweisen – und bittet sie, ihm endlich den Tod zu schenken. Doch hat der Tod Bedeutung für jemanden, der das Leben nicht kennt?

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Bei diesem Manga handelt es sich einfach um ein typisches Exemplar, das laut schreit: Jill, lies mich!
Das Cover und der Klappentext und schon war es um mich geschehen.
Aber ob die Geschichte auch mit meinen Erwartungen mithalten konnte?

Eine grausame Welt

Natürlich lässt die Gestaltung schon darauf schließen, dass es hier auch blutig einhergeht, dass man sich aber in solch einer grausamen Welt wiederfindet, habe ich zu Beginn nicht erwartet.
Neben den Menschen leben auch die Theriantropen, halb Mensch, halb Tier, und dies nicht friedvoll. Viel eher dienen die Theriantropen als Statussymbol und Handlanger von kriminellen Gruppen, die sich dadurch ihre Macht weiterhin sichern wollen. Aggressiv und stark haben die meisten Menschen keine Chance gegen sie anzukommen und so sind sie auch nicht sonderlich beliebt bei der restlichen Bevölkerung. Man kann die Stimmung zwischen den Lebewesen fast schon greifen und es ist unglaublich bedrückend. Durch diese Aufstellung herrscht viel Gewalt und die Geschichte nimmt ihren Lauf…

Am Anfang ist es mir ein bisschen schwer gefallen, alle Charaktere entsprechend zuzuordnen und auch die Entstehung dieser Gesellschaft bleibt erst einmal ein Rätsel.
Nach und nach fügt sich aber ein Bild zusammen, dass meinen ersten Leseeindruck nur noch mehr bestätigt hat.

Layla und das Biest, das sterben wollte

Im Zwiespalt der Gefühle

Irrtümlich hatte ich hier dennoch eine kleine Lovestory erwartet – fehlgeschlagen. Das ist überhaupt nicht negativ auszulegen, viel eher fand ich die neugewonnene Perspektive umso interessanter und habe großen Gefallen an dem gelegten Fokus gefunden.
Denn nachdem Aaron Laylas Mutter getötet hat, kann daraus wohl eher keine gesunde Beziehung entstehen. Was aber zwischen den beiden passiert ist wirklich bemerkenswert. Vor allem Aarons Geschichte wird aufgerollt – gefangen um als Waffe genutzt zu werden, war er sein ganzes Leben von der restlichen Welt isoliert und ist dadurch überhaupt nicht sozialisiert. Nicht nur, dass ihm normale Verhaltensmuster schwer fallen, er kennt nicht einmal Gefühle.

So erlebt man beim Lesen gemeinsam mit Layla einen unglaublichen Gedankengang – denn so sehr man Aaron für sein Verhalten auch verurteilen möchte, scheint es sich immer mehr zu erklären, dass auch wenn er die Tat durchgeführt hat, nicht wirklich der Schuldige an dieser Situation ist und so beginnen sich die Rädchen zu drehen…

Layla und das Biest, das sterben möchte spricht eine unglaublich interessante, wenn auch sehr grausame Thematik an und beleuchtet diese aus einem neuen Blickwinkel, die ungemein zum Denken anregt. Daneben erlebt man eine neue Welt und ihre Bewohner, von denen man einfach immer mehr erfahren möchte. Eine wirklich außergewöhnliche Idee mit einer gelungenen Umsetzung!
Ich freue mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzungen.

KAUFEN!

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6 comments found

  1. Liebe Jill,
    auch mir hat das Buch super gut gefallen, besonders gut gelungen fand ich ja die Darstellung dieses Zwiespalts in dem Layla sich befindet. Und die Hintergründe, wieso das Biest so ist, haben mir wahnsinnig gut gefallen. Eine sehr grausame Geschichte, die ans Herz geht. Da fällt mir ein dass ich die Rezension noch schreiben muss.

    LIEBE

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